12.07.2017 Müller-Rech: Wahlmöglichkeiten bei Inklusion sichern

12.07.2017

MedienINFO 9 – Mittwoch, 12. Juli 2017

Förderschulen vor Schließung bewahren
Müller-Rech: Wahlmöglichkeiten bei Inklusion sichern

Die abgewählte rot-grüne Landesregierung hat bei der übereilten Umsetzung der Inklusion die Bedürfnisse des einzelnen Kindes aus dem Blick verloren. Durch diese Politik sind in den vergangenen Jahren viele Förderschulen zur Schließung gezwungen worden, obwohl viele Eltern diese Wahlmöglichkeit wünschen. Gerade im ländlichen Raum steigen Entfernungen für Familien deutlich an, die den Besuch einer spezialisierten Förderschule wünschen. Wahlmöglichkeiten werden schleichend ausgehöhlt. „CDU und FDP leiten mit dem heutigen Antrag eine Kehrtwende in der Inklusionspolitik in Richtung Qualität und gesicherten Wahlmöglichkeiten ein“, erklärt Franziska Müller-Rech, FDP-Mitglied im Schulausschuss des Landtags. Zukünftig müssten die Kinder mit ihren individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt stehen, statt hohes Tempo ohne qualitative Leitplanken.

Mit dem Ziel, möglichst viele Förderschulen zu retten, setzt die NRW-Koalition zeitnah ein wichtiges Versprechen um. „Durch die Schließung von Förderschulstandorten hat Rot-Grün die eigentlich versprochene Wahlmöglichkeit schrittweise ad absurdum geführt. Bereits heute beklagen Eltern aus ländlichen Räumen, dass sie ihre Kinder absehbar an Regelschulen schicken müssten, weil ein gewünschtes Förderschulangebot nicht mehr existiert. Wer Inklusion ernst nimmt und ein selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Beeinträchtigungen will, muss auch Entscheidungsmöglichkeiten sichern“, sagt Franziska Müller–Rech.

Wegen des fortgeschrittenen Auflösungsprozesses dürfte es schwierig sein, alle Standorte zu retten. „Dennoch sind alle Anstrengungen richtig, die den Schulträgern Perspektiven eröffnen“, betont Müller-Rech. Gleichzeitig dürften Förderschulen nicht gegen inklusive Angebote an Regelschulen ausgespielt werden. „Die Sicherung von Förderschulen und die Verbesserung der inklusiven Qualität an Regelschulen bilden zwei Seiten einer Medaille. Sie dürfen nicht wie von Rot-Grün gegeneinander ausgespielt werden. Wir brauchen beide qualitativ hochwertigen Förderorte“, erklärt Müller-Rech.

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