19.09.2017 Lenzen: Altersarmut mit bester Bildung und guten Beschäftigungsperspektiven vorbeugen

19.09.2017

MedienINFO 38 – Dienstag, 19. September 2017

Aktuelle Zahlen zur Armutsgefährdung im Alter
Lenzen: Altersarmut mit bester Bildung und guten Beschäftigungsperspektiven vorbeugen

Der sozialpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Stefan Lenzen erklärt zu den aktuellen Zahlen zur Altersarmut in NRW:

„Nur mit bester Bildung, mit guten Berufschancen durch eine qualifizierte Ausbildung und lebenslanges Lernen sowie mit mehr Beschäftigung durch wirtschaftliche Innovation können wir Altersarmut vorbeugen. Niedrige Renten sind häufig die Folge von Zeiten ohne Beschäftigung. Gerade die über viele Jahre verfestigte hohe Langzeitarbeitslosigkeit im Ruhrgebiet zeichnet sich jetzt auch in der Rente ab. Wir müssen deshalb Perspektiven zum Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt eröffnen. Und wir wollen möglichst alle Menschen befähigen, ein ausreichend hohes Erwerbseinkommen zu erzielen, um eine gute Altersvorsorge aufzubauen. Dabei brauchen wir auch eine höhere Attraktivität der betrieblichen und privaten Vorsorge, zum Beispiel durch die Abschaffung der doppelten Beitragsbelastung in der Kranken- und Pflegeversicherung auf angesparte Altersbezüge.

Vorschläge wie eine Mindestrente oberhalb der Grundsicherung oder ein höheres Rentenniveau würden hingegen nur die Beitrags- und Steuerzahler und insbesondere die nachfolgenden Generationen belasten. Andrea Nahles plant bereits mit einem Anstieg der Beitragssätze über die bisher vorgesehene Höchstgrenze von 22 Prozent. Die Zuschüsse des Bundes zur Rentenversicherung liegen schon heute bei über 90 Milliarden Euro – also mehr als einem Viertel aller Ausgaben des Bundes. Wie sollen da noch höhere Zuschüsse finanziert werden? Und wie soll bei höheren Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, die den Arbeitnehmern jede Luft nehmen, noch Spielraum für private Vorsorge bleiben? Diese Vorschläge weisen in die völlig falsche Richtung.“

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