Frauen im Handwerk

Eine aus Sicht der FDP notwendige Frage ist, wie man mehr Frauen und auch Migranten für handwerkliche Beruf gewinnen kann. Ralph Bombis, betont die besondere Rolle von Frauen als Gründerinnen im Handwerk: „Die Selbstständigkeit im Handwerk bietet für Frauen wie Männer große Chancen, sich eine Existenz aufzubauen und zu verwirklichen.“ Leider tun es immer noch zu wenige, auch weil das Handwerk immer noch als Männerdomäne gilt. „Unser Ziel muss es daher sein, mehr junge Frauen für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen und gleichzeitig die Gründungen wie auch Übernahmen von Betrieben durch Frauen zu fördern. Denn sie haben das Know how, erfolgreiche Unternehmen zu leiten, Mitarbeiter zu führen und junge Auszubildende anzulernen.“

Großes Interesse fand in der Enquete-Kommission zur Zukunft von Handwerk und Mittelstand ein Vortrag von Dr. Katarzyna Haverkamp vom ifh Göttingen, in dem sie die Situation der Ausbildung von Frauen im Handwerk beleuchtete. Um verstärkt für eine Ausbildung und Karriere junger Frauen im Handwerk zu werben und sie attraktiver zu machen, schlägt sie etwa die Einführung eines Berufsabiturs (kombinierte Erlangung von Hochschulreife und Gesellenbrief) und eine intensivere und passgenauere Berufsorientierung an Gymnasien vor. Den Vortrag „Frauen im Handwerk: Status Quo und Herausforderungen“ finden Sie hier.