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Freimuth: Hochschulen müssen zügig besser ausgestattet werden

13.04.2017 Düsseldorf

Am Dienstag beginnen an vielen Hochschulen des Landes wieder die Vorlesungen – oft unter schwierigen Bedingungen, denn unter der rot-grünen Landesregierung hat sich die Hochschulfinanzierung in den vergangenen sieben Jahren eklatant verschlechtert. Um beste Bildung zu erreichen, muss die Studienqualität an den NRW-Hochschulen in Zukunft wieder deutlich verbessert werden, ist Angela Freimuth, stellvertretende Vorsitzende und wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, überzeugt. Dazu haben aber SPD und Grüne kein Konzept.

 

„Die rot-grüne Landesregierung hat in Nordrhein-Westfalen die bundesweit mit Abstand schlechteste Betreuungsrelation zu verantworten. 2010 mussten sich noch 70 Studierende einen Professor teilen – nun sind es jedoch schon 85. Nirgendwo sonst müssen sich die Professoren und Mitarbeiter um so viele Studierende kümmern.“ Die Folge: Massenvorlesungen und überfüllte Seminare, in denen Zeit für individuelle Betreuung der Studierenden und inhaltliche Diskurse häufig fehlt. Das muss sich ändern. „SPD, Grüne und CDU haben jedoch keinerlei Konzepte, wie diese Entwicklung wieder rückgängig gemacht werden soll. Bildung muss wieder Priorität im Bundes- und Landeshaushalt genießen“, betont Angela Freimuth.

 

Für eine Verbesserung der Studienbedingungen schlägt die FDP zudem ein Modell aus verbindlichen Studienverträgen und einem nachgelagerten Beitrag vor. „Die Hochschulen sollen selbst entscheiden, ob sie Beiträge in einer Höhe von maximal 500 Euro pro Semester erheben. Im Gegenzug verpflichten sich die Hochschulen zu bessere Studienbedingungen: Zusätzliche Übungen und Tutorien, digitale Lehrangebote, aktuelle Fachliteratur in den Bibliotheken, modernste Labore und Geräte wie 3D-Drucker, mehr Lernmöglichkeiten und vieles mehr. Das Studium in Nordrhein-Westfalen wäre selbstbestimmter, stressfreier, lehrreicher, spannender, attraktiver und erfolgsversprechender.“

 

„Während des Studiums sollen Studierende und ihre Familien keinen Cent zusätzlich zahlen“, betont Freimuth. Denn das Modell der FDP sieht ein Recht auf eine nachgelagerte Finanzierung der Beiträge vor. Zudem möchte die FDP, dass die Hochschulen Möglichkeiten einer einkommensabhängigen Rückzahlung eröffnen. „Wer nach dem Studium nichts verdient, muss dann auch nichts zurückzahlen. Niemand muss also eine Überschuldung fürchten. Trotz dieser offensichtlichen Vorteile für Studierende in NRW lehnen SPD, CDU und Grüne dieses Modell aus ideologischen Gründen leider ab“, unterstreicht Freimuth.