Pepper Roboter Web Titel

Innovations- und Startup-Kongress: „NRW digital“

02.11.2016 Düsseldorf

Deutschland ist international noch immer für Erfindergeist und Qualität bekannt. Doch viele der größten und erfolgreichsten digitalen Trends entstehen heute im Ausland. Dabei könnte gerade Nordrhein-Westfalen mit seiner renommierten Forschungslandschaft, mit Weltmarktführern und Pionieren in Mittelstand, Industrie und Handwerk und mit einer mobilen und vielfältigen Bevölkerung der Taktgeber der Digitalisierung sein.

Die Digitalisierung kann Zukunftschancen und Perspektiven für Jeden bringen. Die Freien Demokraten im Landtag NRW wollen, dass wieder mehr Innovationen und Ideen, mehr Pioniere, mehr Gründerinnen und Gründer hier ihre Heimat haben. Darüber diskutierten wir mit rund 250 Gästen und Experten bei unserem Kongress „NRW digital“.

Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christian Lindner, sprach sich gleich zu Beginn des Kongresses für mehr Mut zu Innovationen aus. Zentrale Aspekte hierfür seien mehr Freiheit für die Hochschulen, bessere Rahmenbedingungen für Investitionen privaten Kapitals in Startups, der Ausbau der Infrastruktur und Abbau von Bürokratie. Vor allem aber appellierte er: „Wir müssen es wollen!“

Daran anknüpfend begeisterte Frank Fitzek von der TU Dresden die Besucher im Plenarsaal des Landtags mit seinem Vortrag über die Entwicklung in die vernetzte Welt von morgen. Um diese Entwicklung nicht nur als Zuschauer zu verfolgen, sondern sie aktiv mitgestalten zu können, forderte der Professor und Inhaber des Deutsche Telekom Lehrstuhls für Kommunikationsnetze eine entsprechende Ausrichtung unseres Bildungssystems.

Dem pflichtete auch Andreas Pinkwart, damaliger Rektor und Inhaber des Stiftungsfonds Deutsche Bank Lehrstuhls für Innovationsmanagement und Entrepreneurship an der HHL Leipzig Graduate School of Management, bei. In seinem Vortag knüpfte er an Fitzeks Ausblick auf die vernetzte Gesellschaft an, indem er die zukünftige Entstehung von Innovationen skizzierte und die dadurch notwendigen Veränderungen von Organisationen als Chance und Herausforderung zugleich erläuterte. Denn Innovationen würden nicht mehr hierarchisch in den Verantwortungsbereichen einzelner Personen oder Abteilungen, sondern aus der Masse heraus generiert. Demnach sei es umso wichtiger dass auch die Spitze einer Organisation selbst innovativ ist.

Dass Bildung ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg in einer digitalisierten Welt ist, wurde auch in der abschließenden Diskussion mit Andreas Pinkwart, Thomas Bachem (stv. Vorsitzender des Bundesverband Deutsche Startups), Oliver Grün (Präsident und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands IT-Mittelstand), Bettina Horster (Vorstand der VIVAI Software AG), Trivago-Chef Rolf Schrömgens sowie Marcel Hafke, Sprecher der FDP-Landtagsfraktion für Digitales und Gründungskultur, klar. Einig waren sich die Teilnehmer, dass ein gutes Gründungsklima als Treiber für eine erfolgreiche Entwicklung nicht immer quantifizierbar ist. Es gehe auch darum, durch die Rahmenbedingungen Aufbrauchstimmung und Gründergeist zu entfachen.

Die Freien Demokraten im Landtag NRW nehmen wichtige Impulse aus dem Kongress mit in die parlamentarische Arbeit und werden sich weiter für die richtigen Weichenstellungen einsetzen, damit NRW als Vorreiter in die digitalisierte Welt von morgen geht. 

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.