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Nückel: Rundfunkbeitrag nicht einfrieren oder gar erhöhen - sondern senken

19.12.2016 Düsseldorf

Zur Debatte um den Rundfunkbeitrag und den Forderungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nach automatisierten Beitragserhöhungen erklärt der medienpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Thomas Nückel:

„Selbstverständlich wünschen sich die schon jetzt üppig finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten kontinuierliche und möglichst automatische Beitragssteigerungen. Eine Debatte um regelmäßige Erhöhen des Rundfunkbeitrags oder das Einfrieren in der jetzigen Höhe geht jedoch an der medienpolitischen Realität vorbei.

Denn die Landesregierungen haben die Empfehlung der zuständigen Beitragskommission ignoriert, so dass der Beitrag schon jetzt zu hoch ist. Für die Zukunft benötigen wir endlich ein Ende der permanenten beitragsfinanzierten Expansion und eine Konzentration des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf seine Kernaufgaben.

Ein hochwertigeres Programm, mehr Geld für journalistische Arbeit und Auftragsproduktionen wie Dokumentationen - dafür weniger Sender, weniger Verwaltung, weniger Unterhaltung und teure Sportrechte: Das ist der Weg zu einem besseren öffentlich-rechtlichen Rundfunk und gleichzeitig einem geringeren Rundfunkbeitrag. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen muss zum Impulsgeber für ein faires und zukunftsfähiges duales Rundfunksystem werden.“