Freimuth Gebauer Schulkongress

Schulkongress: Weltbeste Bildung im digitalen Zeitalter

25.02.2016 Düsseldorf

Beste Bildung hat für uns Priorität. Junge Menschen müssen befähigt werden, ihr Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen zu können. Dazu gehört heute und in Zukunft umso mehr der souveräne und verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien. Mit dem allumfassenden Trend der Digitalisierung wird sich die Berufs- und Lebenswelt aller Menschen stark verändern. Digitale Kompetenzen erhalten den Rang einer Kulturtechnik, so wie das Lesen, Schreiben und Rechnen.

Wir müssen dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche frühzeitig und kompetent im Umgang mit diesen Medien geschult werden. Unsere Schulen sind auf diese Aufgabe bisher unzureichend vorbereitet. Das wollen wir ändern.

Wie findet Bildung 4.0 heute und zukünftig statt? Wie müssen sich die Schulen verändern? Was muss die Politik tun, damit die Schulen vor Ort schnellstmöglich diese Herausforderung erfolgreich bestehen können? Diese Fragen und mehr diskutierten wir mit mehr als 250 Gästen auf unserem schulpolitischen Kongress "Weltbeste Bildung im digitalen Zeitalter - Was gibt es zu tun?"

Nachdem die Teilnehmer auf einem Ausstellermarkt erkunden konnten, wie das Klassenzimmer 4.0 aussehen kann und welche technischen Innovationen es gibt, eröffnete die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Angela Freimuth, den Kongress im Plenarsaal des Landtags Nordrhein-Westfalen. Sie forderte Mut und Kreativität statt Missmut und Lethargie, damit der Bildungssprung zur weltbesten Bildung gelingt. Wie diese in Zukunft aussehen kann, stellten die eingeladenen Experten in ihren Vorträgen vor. Prof. Dr. Johannes Schöning, Professor für Mensch-Maschine-Interaktion an der Uni Hasselt in Belgien, gab Einblicke in verschiedene Technologien wie die Virtual Reality-Brille, mit der in Zukunft Expeditionen in entlegene Regionen oder auch in die Geschichte möglich würden.

Auch Steffen Ganders, Head of Corporate Affairs bei Samsung Electronics, knüpfte an die technischen Innovationen an, stellte aber auch verschiedene Projekte mit Schulen vor, von denen Samsung genauso wie die Schulen lerne. Einen Bericht aus der Praxis des Franz-Stock-Gymnasiums in Arnsberg, einer Vorreiterschule beim Thema Digitalisierung, gaben Schulleiter Andreas Pallack und seine Kollegin Jenny Radzimski-Coltzau.

Einig waren sich alle Referenten, dass Risiken sehr wohl beachtet werden müssten, dies aber nicht dazu führen dürfe, dass die großen Chancen der Digitalisierung in der Bildung nicht wahrgenommen werden. Wichtig sei stets die vorrangige Betrachtung der pädagogischen Ziele und die Entwicklung didaktischer Konzepte - und daran angepasst die Ausstattung mit neuen Technologien. Dieser Ansatz wurde auch in der abschließenden Diskussionsrunde zwischen dem Vorsitzenden der Landeselternschaft der NRW-Gymnasien, Ulrich Czygan, dem Telekom-Stiftungschef Dr. Ekkehard Winter und dem Geschäftsführer der Medienberatung NRW, Wolfgang Vaupel, bestätigt. Unterschiedliche Meinungen gab es hingegen zur Frage, ab welcher Altersstufe digitale Bildungsmedien eingesetzt werden sollten. Das hatte sich bereits in einer Vorab-Umfrage unter den Teilenehmern angedeutet:

Umfrage_Bildungskongress_digitale Medien

Die schulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Yvonne Gebauer zeigte sich in ihrem Schlusswort erfreut über die rege Teilnahme und die vielfältigen Impulse. In vielen Punkten bestätigte der Kongress die Arbeit der FDP-Fraktion am Bildungssprung. So zum Beispiel auch die Forderung nach der Abschaffung des Kooperationsverbots. Yvonne Gebauer betonte die Notwendigkeit einer gemeinsamen Finanzierung von Bund und Ländern, um die notwendige Infrastruktur für Bildung im digitalen Zeitaler zu schaffen.