Landwirtschaft

Land- und Forstwirtschaft, Jagd

Land- und Forstwirtschaft

Nordrhein-Westfalen ist nach Bayern und Niedersachsen das drittstärkste Agrarland in  Deutschland. Die Land- und Forstwirtschaft ist ein zentraler Bestandteil  des ländlichen Raumes, in vielen Regionen sogar das zentrale Element. Sie garantiert die Bereitstellung hochqualitativer Nahrungsmittel und nachwachsender Rohstoffe, sorgt für eine gepflegte Kultur- und Erholungslandschaft und sichert Arbeitsplätze, einschließlich vor- und nachgelagerter Branchen. Sie trägt damit wesentlich zur Sicherung der Lebensqualität  in den ländlichen Räumen bei.

Ausdrückliches Ziel der FDP-Fraktion ist es daher, die unternehmerische Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen und damit auch den ländlichen Raum zu stärken.  Rund 14.600 Quadratkilometer,  knapp die Hälfte der gesamten Landesfläche (34 098 km²), werden landwirtschaftlich genutzt. Aktuell gibt es über 34.000 landwirtschaftliche Betriebe in NRW. Mehr als 120.000 Menschenarbeiten dort– viele in Familienbetrieben. Damit sichert die Landwirtschaft so viele Arbeitsplätze wie etwa die Chemiebranche. Zu jedem Arbeitsplatz in der Landwirtschaft kommen vier weitere in vor- und nachgelagerten Bereich hinzu, so dass die Landwirtschaft Basis für die Beschäftigung von rund 400.000 Menschen bietet. Sie ist ein Wirtschaftsfaktor, der Arbeits- und Ausbildungsplätze schafft und durch seine Produktion zum Wohlstand unserer Gesellschaft beiträgt.

Gleichzeitig leisten die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe einen elementaren Beitrag zu Erhalt und Pflege unserer Kulturlandschaft. Die FDP-Fraktion möchte deshalb dafür sorgen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe erhalten und ausgebaut wird, um die gesellschaftlichen Ansprüche an eine moderne, multifunktionale und nachhaltige Land- und Forstwirtschaft erfüllen zu können. Auf europäischer Ebene müssen angemessene Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft geschaffen werden, die den Anforderungen des Umwelt- und Tierschutzes sowie des Verbraucherschutzes gerecht werden.

Einseitige Verschärfungen in Nordrhein-Westfalen führen jedoch zu einer Verlagerung der Produktion.  Dorthin, wo sie der Kontrolle entzogen werden kann.  EU-Vorgaben müssen deshalb „1:1“ umgesetzt werden und dürfen nicht ausufern. Nur so können Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze im ländlichen Raum gesichert werden. Dies sollte auch für die rot-grüne Landesregierung gelten. Anstatt die Rahmenbedingungen für die konventionelle und ökologische Landwirtschaft gleichermaßen zu verbessern, damit Landwirte erfolgreich am Markt bestehen können, geht die rot-grüne Landesregierung leider den entgegengesetzten Weg und erschwert die Situation konventioneller Landwirte unnötig.

Jagd

Die Jagd gehört zu den ursprünglichsten Nutzungsweisen des Menschen. Sie ist in NRW und Deutschland insgesamt von gesellschaftlicher, kultureller, ökologischer und ökonomischer Bedeutung. Die FDP möchte die Jagd in NRW erhalten und fördern. Vorrangiges Ziel muss die Erhaltung eines - den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten - artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner natürlichen Lebensgrundlagen sein. Für die FDP bedeutet Jagd: verlässlicher Naturschutz. Deshalb lehnen wir Versuche ab, die Jagd aus ideologischen Gründen zu beschränken.

Durch sinnvolle Hege und Pflegemaßnahmen haben sich die Jäger große Verdienste um die Artenvielfalt, den Artenschutz, die Wiederansiedlung und Erhalt gefährdeter Tierarten sowie den Schutz der Forst- und Landwirtschaft vor Wildschäden erworben.

Die gewachsene und bewährte Partnerschaft von Naturschutz und Jagd steht für uns daher in ihren Grundlinien nicht in Frage. Sie zeichnet sich durch den moralisch und sittlich verantworteten Umgang des Menschen mit Tieren aus. Wesentliche Elemente sind die Pflicht zur Waidgerechtigkeit und Hege unter der Geltung der Staatszielbestimmungen des Tierschutzes und des Umweltschutzes.

Werte

Ansprechpartner

Sebastian Salewski

Referent für Energie, Industrie, Raumordnung und Landesplanung
Referent für Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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