06.07.2018 Deutsch: Personelle Neuaufstellung der Ruhrtriennale notwendig

06.07.2018

MedienINFO 94 – Freitag, 06. Juli 2018

Ruhrtriennale
Deutsch: Personelle Neuaufstellung der Ruhrtriennale notwendig

Im gestrigen Ausschuss für Kultur und Medien stellte die Intendantin der Ruhrtriennale Dr. Stefanie Carp das Programm für das diesjährige Festival vor. Leider versäumte es Frau Carp, eine Erklärung zu den Vorgängen rund um die Einladung der Band Young Fathers, abzugeben. Nach der deutlichen Kritik der Ausschussmitglieder an der BDS-Bewegung wartete der Ausschuss vergebens auf eine Distanzierung von deren Inhalten und ein positives Bekenntnis zum Existenzrecht des Staates Israel. Stattdessen verteidigte Frau Carp die BDS-Bewegung und nannte sie einen Kämpfer für das Existenzrecht Palästinas und verwies auf eine israelische Künstlerin, die Israel selbst für einen faschistischen Staat halte. Der Sprecher für Kulturpolitik der FDP-Landtagsfraktion Lorenz Deutsch erklärt dazu:

„Die Grenze der Kunstfreiheit ist dort überschritten, wo das Existenzrecht Israels in Frage gestellt wird. Nach dem Auftritt von Frau Carp im Kulturausschuss sind wir davon überzeugt, dass eine konstruktive Arbeit für das Land Nordrhein-Westfalen nicht mehr möglich ist. Die grundsätzlichen Zweifel an Frau Carps Haltung zum Existenzrecht Israels berühren grundlegende Fragen des Selbstverständnisses unseres Gemeinwesens. Hier wird eine Position diskursfähig gemacht, die weit über die legitime Kritik israelischen Regierungshandelns hinausgeht. Vor diesem Hintergrund gilt es Schaden vom Land Nordrhein-Westfalen und der Ruhrtriennale abzuwenden. Dies scheint nur noch auf dem Wege einer personellen Neuaufstellung möglich zu sein.“

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