08.05.2019 Lenzen: Islam-Dialog neu ausrichten – Interreligiösen Dialog stärken

08.05.2019

MedienINFO 64 – Mittwoch, 08. Mai 2019

Lenzen: Islam-Dialog neu ausrichten – Interreligiösen Dialog stärken

Der Integrationsausschuss des Landtags hat heute dem Antrag von FDP und CDU zur Neuausrichtung des interreligiösen Dialogs zugestimmt. Der integrationspolitische Sprecher, Stefan Lenzen erklärt dazu:

„Nordrhein-Westfalen ist ein vielfältiges Land – und darauf können wir stolz sein. Unsere Vielfalt ist unsere Stärke. Die NRW-Koalition schafft mit der Koordinierungsstelle „Muslime in NRW“ eine Plattform, um den Dialog mit dem Islam auf eine neue Grundlage zu stellen. Die Koordinierungsstelle baut auf drei Säulen: Einem Forum muslimische Zivilgesellschaft als Dialog-Plattform, einem Expertenrat als Beratungsgremium zu Fragen des muslimischen Lebens sowie einem Projektmanagement zu Themen wie Empowerment, Vernetzung und Antidiskriminierung. Die vorherige Konzentration auf meist türkische und konservativ geprägte Verbände hat die Vielfalt des Islams nicht beachtet. Dazu gehören eben auch weltoffene und liberale Akteure und Verbände. Wir wollen gerade nicht Ditib und Diyanet die Hoheit über den Islam-Dialog in NRW überlassen.

Ein friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen setzt nicht nur eine Auseinandersetzung innerhalb der einzelnen Konfessionen voraus, sondern auch den Dialog zwischen den Religionen. Daher wollen wir als weiteren Schritt aufbauend auf bestehende Initiativen Ansätze zur Verstärkung des interreligiösen Dialogs entwickeln. Die Vermittlung unserer freiheitlich-demokratischen Werte ist ein zentraler Bestandteil des Integrationsprozesses. Wie dies durch die Religionsgemeinschaften unterstützt werden kann, sollte Teil des neuen Islam-Dialogs sein.

Die NRW-Koalition stellt den Islam-Dialog auf neue Beine, damit endliche alle Muslime vertreten werden und sorgt mit dem interreligiösen Dialog dafür, dass NRW ein vielfältiges und friedliches Land bleibt.“

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