11.03.2020 Schneider: Coronavirus ernst nehmen, aber besonnen bleiben

11.03.2020

MedienINFO 26 – Mittwoch, 11. März 2020

Unterrichtung zu Corona
Schneider: Coronavirus ernst nehmen, aber besonnen bleiben

Zum aktuellen Stand der Corona-Erkrankungen hat der Landtag in einer Unterrichtung beraten. Dazu erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Susanne Schneider:

„Wir müssen das Coronavirus ernst nehmen, sollten dabei aber besonnen bleiben. Die SPD-Opposition hingegen hat in der Debatte Politik mit der Angst der Menschen gemacht, aber selbst keine echten Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion vorgeschlagen.

Ziel muss es jetzt sein, die Verbreitung der Infektion zu verlangsamen. Eine vollständige Eindämmung wird leider nicht gelingen. Wir können nur das Risiko unkontrollierter Übertragungen verringern. Dazu ist auch der Erlass der Landesregierung, Großveranstaltungen mit über 1.000 erwartbaren Teilnehmerinnen und Teilnehmern abzusagen, ein notwendiger Schritt.

Jeder Einzelne muss genau prüfen, auf welche mit einem Infektionsrisiko verbundenen Aktivitäten verzichtet werden könnte, um Risikogruppen zu schützen. Und so gerne ich auch selbst ins Stadion gehe, Fußball ist in dieser Situation verzichtbar.

Die Verlangsamung der Ausbreitung ist vor allem wichtig, um besonders gefährdete Personengruppe wie Ältere und Hochbetagte sowie Menschen mit Vorerkrankungen zu schützen. Bei gesunden Frauen und Männer mittleren Alters wird eine Covid-19 Erkrankung in der Regel mit leichteren Symptomen verlaufen. Auch wenn ich selbst keine Angst vor einer Ansteckung haben, möchte ich aber trotzdem nicht riskieren, die hochbetagte Dame, die in der Kirche neben mir am Gottesdienst teilnimmt, anzustecken.

Die aktuelle Situation ist ein wichtiger Anlass, um an den eigenen Impfschutz zu denken. Zwar gibt es gegen das Coronavirus noch keine Impfung, doch auch die Impfungen gegen Infektionen wie Influenza, Pertussis und Pneumokokken können auch jetzt noch einen wertvollen Beitrag leisten, die Lunge vor Erkrankungen zu schützen.“