14.11.2019 Reuter: Wasserwege und Binnenschifffahrt fit für die Zukunft machen – starkes Signal nach Berlin

14.11.2019

MedienINFO 159 – Donnerstag, 14. November 2019

Binnenschifffahrt
Reuter: Wasserwege und Binnenschifffahrt fit für die Zukunft machen – starkes Signal nach Berlin

Der Landtag mit den Stimmen von FDP, CDU und SPD Maßnahmen beschlossen, um die Binnenschifffahrt in Nordrhein-Westfalen zu stärken und die Wasserwege leistungsfähig zu halten. Zudem ist heute der Startschuss für das Versuchs- und Leistungszentrum Autonome Binnenschifffahrt gefallen, für das sich die Fraktionen von FDP und CDU eingesetzt haben. Ulrich Reuter, Sprecher für Binnenschifffahrt der FDP-Landtagsfraktion NRW, erklärt:

„Nordrhein-Westfalen ist das Binnenschifffahrtsland Nr. 1. Bisher erfolgen 30 Prozent des Güterverkehrs über Wasserstraßen. Ein intaktes und leistungsfähiges Netz an Wasserstraßen ist für unsere Wirtschaft im Land essentiell. Zudem ist die Nutzung der Wasserstraßen die ökologisch und ökonomisch sinnvolle Form, Güter zu bewegen. Ein Binnenschiff kann so viel Ladung transportieren wie 150 LKWs und das Straßennetz deutlich entlasten.

Für die NRW-Koalition hat das Binnenschiff als Transportmittel ein enormes Zukunftspotenzial. Mit dem Aktionsplan Wasserstraßen geben wir die überfälligen Sanierung, Ertüchtigung und Erweiterung der Wasserstraßen Schub. Darüber hinaus wollen wir aber auch die Binnenschifffahrt zukunftsfähig weiterentwickeln. Dazu haben die Fraktionen von FDP und CDU in den Haushaltsberatungen darauf hingewirkt, dass die Entwicklung des autonomen Binnenschiffs in NRW vorangetrieben wird. Heute ist der Förderbescheid des Landes für den Aufbau eines Versuchs- und Leitungszentrums Autonome Binnenschifffahrt über 1,5 Millionen Euro überreicht worden. Mit autonom fahrenden Binnenschiffen kann perspektivisch die Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Wasserstraße gestärkt und eine Lösung für den Personalmangel, der gerade kleinere Binnenschiffe trifft, gefunden werden.

Der Bund wird seiner Verantwortung für den Verkehrsträger Wasserstraße hingegen nicht gerecht. Die geplante Kürzung der finanziellen Unterstützung des Bundes um 200 Millionen Euro konterkarieren Bemühungen Wasserstraßen fit für die Zukunft zu machen. Das Land wird das Richtung Bund deutlich machen. Statt zu kürzen, ist eine Verstetigung der Mittel notwendig.“