15.07.2022 Hafke: Die Qualität in den Kitas muss weiterhin Priorität haben

15.07.2022

MedienINFO 10 –Freitag, 15. Juli 2022

Auslaufen des Förderprogramms „Sprach-Kitas“

Hafke: Die Qualität in den Kitas muss weiterhin Priorität haben

Nach elf Jahren Unterstützung durch den Bund und gelungenem Kompetenzaufbau in der Fläche läuft das Modellprogramm „Sprach-Kitas“ des Bundes zum Ende des Jahres aus. Es war das Ziel, erfolgversprechende Ansätze zu erproben und den Transfer der Ergebnisse in die Praxis zu unterstützen. Dazu erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und kinder- und familienpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Marcel Hafke:

„Durch das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ sind Strukturen und Ansätze entstandenen, die erfolgreich erprobt sind. Sie gehen nun in die Verantwortung des Landes über. Denn für die Kindertagesbetreuung sind die Länder zuständig. Jetzt gilt es, die aufgebauten Qualitätsstandards zu halten und auszubauen. Die neue schwarz-grüne Landesregierung muss dafür sorgen, dass die Qualität in unseren Kitas weiterhin Priorität hat. Daher muss das Land die notwendigen Mittel über ein entsprechendes Landesprogramm zur Verfügung stellen.

Gute sprachliche Fähigkeiten sind die Grundvoraussetzung für gelingende gesellschaftliche Teilhabe sowie für Erfolg im weiteren Bildungs- und Berufsleben. Die frühe Unterstützung und Förderung der Sprachentwicklung von Kindern muss daher weiterhin ein Schwerpunkt der frühkindlichen Bildung sein - insbesondere auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der vielen Geflüchteten aus der Ukraine. Zudem sind der Fachkräftemangel und der Ausbau von Kita-Plätzen drängende Herausforderungen, die angegangen werden müssen.

Der Bund stellt über das Gute-Kita-Gesetz 2 Milliarden Euro für die nächsten zwei Jahre zur Verfügung. Dieses Geld sollte das Land in mehr Erzieherstellen, eine bessere Bezahlung des Personals, längere Öffnungszeiten oder auch in die Neugestaltung von Räumen und Spielflächen investieren. Auch die Sprachförderung könnte hierüber zusätzlich finanziert werden. Überlegungen, die Mittel für ein zusätzliches beitragsfreies Kita-Jahr aufzuwenden, sollten hinten angestellt werden. Ich erwarte von der Landesregierung ein klares Bekenntnis zur Qualitätsverbesserung. Die neue Ministerin Josefine Paul muss sich hier an ihren Worten aus der Oppositionszeit messen lassen.“

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