17.08.2018 Löttgen (CDU) und Rasche (FDP): Verantwortung des Landes deutlich machen und der Opfer von Gladbeck gedenken

17.08.2018

MedienINFO 104 – Freitag, 17. August 2018

Bodo Löttgen (CDU) und Christof Rasche (FDP) zur Entschuldigung des Landes bei den Opfern des Geiseldramas von Gladbeck:
Verantwortung des Landes deutlich machen und der Opfer gedenken

Vor 30 Jahren nahm die Geiselnahme von Gladbeck mit drei Todesopfern ein tragisches Ende. Ministerpräsident Laschet hat sich erstmalig im Namen des Landes Nordrhein-Westfalen bei den Opfern des Verbrechens und deren Angehörigen entschuldigt, Innenminister Reul hat polizeiliche Fehler eingeräumt. Dazu erklären die Fraktionsvorsitzenden von CDU und FDP, Bodo Löttgen und Christof Rasche:

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass das Land Nordrhein-Westfalen seine Mitschuld am tragischen Ausgang des Geiseldramas von Gladbeck eingestanden hat. Der Staat wird damit seinem Teil der Verantwortung an den Geschehnissen von damals nun endlich gerecht. Es ist heute offenkundig, dass die Verantwortlichen in den Tagen vor der Geiselnahme sowie während des Dramas vor 30 Jahren fehlerhaft gearbeitet, zum Teil versagt haben. Völlig zu Recht hat Ministerpräsident Laschet dies nun im Namen des Landes bekundet und sich bei den Opfern und deren Angehörigen entschuldigt. Damit zeigt er nicht nur Anstand und Anteilnahme, die Landesregierung leistet damit zugleich einen wichtigen und würdevollen Beitrag zur Aufarbeitung des damaligen Geschehens.

Dies steht im deutlichen Gegensatz zum Handeln der seinerzeit in Nordrhein-Westfalen politisch Verantwortung Tragenden. Ministerpräsident Johannes Rau stritt stets jeden Fehler ab. Ein Schuldeingeständnis blieb über die Jahrzehnte ebenso aus wie eine Entschuldigung.

Die NRW-Koalition möchte aus dem Parlament heraus ein Zeichen setzen, dass die Politik parteiübergreifend diesen Fehler erkannt hat. Aus Anlass des 30-jährigen Gedenkens werden die Fraktionen von CDU und FDP auf die anderen Fraktionen zugehen, um im kommenden Plenum mit einem gemeinsamen Antrag der Opfer zu gedenken und gleichzeitig die Verantwortung des Landes deutlich zu machen.“

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