18.12.2019 Pfeil: Deutscher Feuerwehrverband muss grundsätzliche Probleme lösen

18.12.2019

MedienINFO 193 – Mittwoch, 18. Dezember 2019
Personaldebatte im Deutschen Feuerwehrverband
Pfeil: Deutscher Feuerwehrverband muss grundsätzliche Probleme lösen

Im Deutschen Feuerwehrverband (DFV) tobt seit Wochen eine Personaldebatte. Der Verband der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen (VdF NRW) hat in dieser Woche auf die anhaltende Krise im Bundesverband reagiert und einen Forderungskatalog für grundsätzliche Reformen und mehr Demokratie im Deutschen Feuerwehrverband aufge-stellt. Der Sprecher für Feuerwehr und Katastrophenschutz der FDP-Landtagsfraktion NRW, Werner Pfeil, erklärt dazu: 

„Feuerwehrleute leisten bundesweit großartige und wichtige Arbeit für unsere Gesellschaft. Die Krise des Deutschen Feuerwehrverbandes darf deshalb nicht dazu führen, dass das Ansehen der guten Arbeit der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in NRW und im Bund leidet. Aus diesem Grunde unterstütze ich den VdF NRW, der jetzt einstimmig Vorschläge zur Überwindung der Krise vorgelegt hat. Die Forderungen des VdF NRW, transparente Strukturen aufzubauen und demokratische Entscheidungen herbeizuführen, können ein sinnvoller erster Anstoß für einen Diskussionsprozess im DFV sein.

In einem großen bundesweiten Verband, der die Interessen aller Feuerwehren und Feuerwehrleute in Deutschland vertreten soll, muss es möglich sein, offen über die mögliche Ein-flussnahme rechter Kräfte auf Verbandsstrukturen zu sprechen. Auch innerhalb der Bundes-wehr und der Polizei werden solche Diskussionen offen geführt. Wenn Einflussnahmen von Populisten und Demokratiefeinden auf für die Allgemeinheit so wichtige Organisationen wie Polizei der Feuerwehr zu befürchten sind, muss nicht nur der Deutsche Feuerwehrverband, sondern auch die Politik wachsam sein und Probleme klar benennen.

Der VdF NRW fordert daher zu Recht, dass alle Landesfeuerwehrverbände in einen offenen Diskussionsprozess einsteigen müssen. Die Schlussfolgerung des VdF NRW für den Fall, dass ein solcher Diskussionsprozess nicht stattfindet ist konsequent: Der VdF würde in einem solchen Fall seiner Mitgliederversammlung empfehlen, über den Verbleib im DFV zu entscheiden.

Im Sinne der wirksamen einheitlichen Interessenvertretung der Feuerwehrmänner und – Frauen in NRW und im ganzen Bundesgebiet hoffen wir als FDP-Fraktion in NRW auf ein schnelles Überwinden der Krise im Deutschen Feuerwehrverband.“