19.09.2019 Schneider: Menschenhandel und Zwangsprostitution ächten – Loverboy-Methode bekämpfen

19.09.2019

MedienINFO 132 – Donnerstag, 19. September 2019

Schutz von Jugendlichen

Schneider: Menschenhandel und Zwangsprostitution ächten – Loverboy-Methode bekämpfen

Mit den Stimmen von FDP und CDU hat der Landtag heute eine Initiative beschlossen, um Mädchen besser vor Ausbeutung zu schützen. Die Landesregierung soll der sogenannten Loverboy-Methode mit Sensibilisierung, Aufklärung und Prävention entgegentreten. Dazu erklärt die frauenpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW Susanne Schneider:

„Die Loverboy-Methode ist eine besonders perfide Art der Kriminalität. Täter gaukeln den jungen Mädchen eine Liebesbeziehung vor und nutzen dann die emotionale Abhängigkeit ihrer Opfer schamlos aus, um sie der Zwangsprostitution zuzuführen. Viele Opfer schweigen aus Schamgefühl oder aus Angst über ihr Schicksal. Der Handlungsbedarf ist offenkundig.

Um die Jugendlichen, besonders Mädchen im pubertierenden Alter als potentielle Opfer, zu erreichen, müssen für die Aufklärung Informationsformate genutzt werden, die in der Zielgruppe gebräuchlich sind und angenommen werden. Das Gleichstellungsministerium hat in diesem Jahr bereits ein Aufklärungsvideo im Internet veröffentlicht, das eine beachtliche Reichweite erzielt hat.

Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher ebenso wie Beschäftigte in den Strafverfolgungsbehörden müssen sensibilisiert und geschult werden, damit sie Warnsignale deuten und entsprechend eingreifen können. Auch die Eltern dürfen wir in diesem Zusammenhang nicht vergessen. Unser Ziel ist es, Eltern einen Leitfaden an die Hand zu geben,  wo sie Hilfe im Verdachtsfall bekommen können.

Für die Opfer benötigen wir mehr Hilfe- und Unterstützungsangebote. Niedrigschwellige Angebote wie eine anonyme Online-Beratung müssen ausgebaut werden.“

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