21.03.2019 Hafke: Kinder und Schwangere besser vor Passivrauchen im Auto schützen

21.03.2019

MedienINFO 45 – Donnerstag, 21. März 2019

Nichtraucherschutz – Landtag schlägt Bundesratsinitiative vor

Hafke: Kinder und Schwangere besser vor Passivrauchen im Auto schützen

In einem gemeinsamen Antrag haben sich die Fraktionen von FDP, CDU, SPD und Grünen für ein Rauchverbot in Autos ausgesprochen, wenn Kinder mit an Bord sind. Marcel Hafke, familienpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, erklärt zur Initiative:

„Nichtraucherschutz darf nicht am Steuer enden. Gerade Kinder und Schwangere haben hier das Recht auf besondere Rücksichtname und deshalb freue ich mich über den gemeinsamen Vorstoß im Landtag. Rund eine Million Kinder sind in Deutschland Tabakrauch im Auto ausgesetzt. Die Konzentration von Schadstoffen steigt im Auto auf das mehr als 200-Fache. Es wäre also für Kinder gesünder, wenn man sie in eine Raucherkneipe mitnehmen würde. Bereits dieser Vergleich belegt, wie absurd es ist, Autos, wenn Kinder an Bord sind, beim Nichtraucherschutz auszuklammern. In Kanada, Frankreich, England und Australien gelten entsprechende Regelungen bereits und die Erfolge sprechen für sich. Daher freue ich mich, dass wir uns mit den Kolleginnen und Kollegen von CDU, SPD und Grünen auf diesen gemeinsamen Vorstoß verständigt haben. Nun liegt der Ball bei der Landesregierung, einen entsprechenden Gesetzesentwurf im Bundesrat einzubringen.

Aus Sicht der Freien Demokraten muss bei möglichen Verboten stets gut abgewogen werden. In diesem Fall kann man aus meiner Sicht nur zu einem vernünftigen Schluss kommen: Die Gesundheit und das Wohlergehen von Kindern ist wichtiger als Zigarettenkonsum im Auto. Bislang sind alle Versuche, mit Informationen und Aufklärungskampagnen eine nachhaltige Einsicht zu erreichen, gescheitert. Ein Verbot ist daher nötig, um Kinder zu schützen.“

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