24.04.2020 Paul: Religiöses Leben verantwortungsvoll wiederaufnehmen

24.04.2020

MedienINFO 43 – Freitag, 24. April 2020

Religion und Kirchen
Paul: Religiöses Leben verantwortungsvoll wiederaufnehmen

Ab Mai werden in Nordrhein-Westfalen wieder Gottesdienste stattfinden. Dazu erklärt Stephen Paul, Sprecher für Religion und Kirchen der FDP-Landtagsfraktion:

„Es hat in unserem Bundesland im Zuge der Corona-Krise zu keiner Zeit ein Verbot von Gottesdiensten gegeben. Den Kirchen und allen anderen Religionsgemeinschaften ist es hoch anzurechnen, dass sie von sich aus auf Zusammenkünfte verzichtet haben. Sie haben damit Verantwortung für die Gesundheit der Gläubigen und der gesamten Gesellschaft übernommen und gezeigt.

Uns ist bewusst, was für ein Verzicht das war. Denn zur Ausübung jeder Religion gehört es, die eigene religiöse Überzeugung auch mit seinen Schwestern und Brüdern im Glauben gemeinsam zu leben und zu feiern. Ob Christen, Juden oder Muslimen - alle haben das Bedürfnis und sind es gewohnt, gemeinsam Gottesdienst zu feiern, zu beten oder zu singen. Zumal in der Zeit des Verzichts auch das höchste Fest der Christen lag, das Osterfest. Die jüdischen Synagogengemeinden mussten auf Zusammenkünfte anlässlich des Passah-Festes verzichten. Muslime konnten den Beginn des Ramadans nicht wie üblich begehen.

Die Freiheit der Religionsausübung ist uns ein geschützter hoher Wert und im Grundgesetz verankert. Daher haben wir in Nordrhein-Westfalen rasch einen verantwortbaren Weg gesucht, um Gottesdienste wieder zu ermöglichen. Es waren die Religionsgemeinschaften selbst, die mit ihren Vorschlägen zur Sicherstellung eines konsequenten Infektionsschutzes den Weg hierfür bereitet haben. Dieser nordrhein-westfälische Weg mit überzeugenden Infektionsschutz-Konzepten ist auch bundesweit Wegweiser für eine Wiederbelebung des religiösen Lebens.“

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