26.06.2018 Schneider: Rahmenbedingungen für Arbeit von Hebammen verbessern

26.06.2018

MedienINFO 86 – Dienstag, 26. Juni 2018

Report zur Hebammenversorgung
Schneider: Rahmenbedingungen für Arbeit von Hebammen verbessern

Zu dem heute vorgestellten Report zur Hebammenversorgung in NRW äußert sich die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Susanne Schneider:

„Hebammen leisten einen wesentlichen Beitrag, um Frauen von Beginn der Schwangerschaft bis nach der Geburt zu unterstützen. Die Daten zeigen allerdings, dass einerseits erhebliche regionale Unterschiede bei der Versorgung bestehen, andererseits Hebammenleistungen abhängig von der sozialen Situation der Familien unterschiedlich in Anspruch genommen werden. Mit der Forschungsstudie des Landes zur geburtshilflichen Versorgung durch Hebammen werden wir hier im kommenden Jahr vertiefte qualitative Erkenntnisse gewinnen und so mögliche Versorgungslücken besser identifizieren können. Ein wichtiger Aspekt ist auch die frühzeitige Information über Hebammenversorgung gerade in sozialen Milieus mit geringerer Gesundheitskompetenz.

Um mehr junge Menschen für den Hebammenberuf zu begeistern und so einem Mangel vorzubeugen, müssen vorrangig die Rahmenbedingungen für die Arbeit von Hebammen verbessert werden. Die NRW-Koalition hat dazu eine Projektgruppe Geburtshilfe eingerichtet, die entsprechende Vorschläge erarbeitet. Aber auch der Bund ist gefordert, umgehend eine Neufassung des Berufsgesetzes vorzulegen, mit der die geforderte Akademisierung des Berufsbildes bis 2020 auf den Weg gebracht wird. Ebenso fehlt auf Bundesebene ein nachhaltiger Ansatz gegen einen weiteren Anstieg der Prämien zur Berufshaftpflichtversicherung. Die FDP-Landtagsfraktion hatte dazu bereits 2014 mit einem Antrag Vorschläge eingebracht, die von den Experten in der Anhörung unterstützt wurden. Der Antrag wurde aber von der damaligen rot-grünen Regierungskoalition abgelehnt.“

Downloads

Hier zum Download (pdf / 273.68 KB)