Ausbau der Erneuerbaren Energie akzeptanzgetragen fortsetzen

12.05.2022

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien kann nur gelingen, wenn er von der Bevölkerung akzeptiert wird. Deshalb setzen die Freien Demokraten in Land und Bund auf Abstände zur Wohnbebauung. Die heutige Berichterstattung, dass die Ampel Abstände abschaffen will, ist falsch. Abstandregeln abzuschaffen, ist eine reine Wunschvorstellung der Grünen.

Nordrhein-Westfalen belegt beim Ausbau der Windenergie seit Jahren Spitzenplätze im Bundesländervergleich. Allein von Januar bis März 2022 wurden in Nordrhein-Westfalen 26 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von 100 MW installiert. Damit liegt Nordrhein-Westfalen auf Platz 1 der 16 Bundesländer in diesem Zeitraum. Trotz nicht optimaler Standortvoraussetzungen und dichter Besiedlung lag Nordrhein-Westfalen beim Windausbau in 2021 im bundesweiten Länderranking auf Platz 3 mit einem Nettozubau von etwa 300 Megawatt (MW). Bezogen auf die Bevölkerungsdichte und die Fläche nimmt Nordrhein-Westfalen unter den Flächenländern sogar den Spitzenplatz ein vor Schleswig-Holstein, dem Saarland und Niedersachsen. Von 2018 bis 2021 hat Nordrhein-Westfalen die Windkraft mit 1122 MW mehr als dreimal so stark ausgebaut wie Baden-Württemberg (284 MW) und mehr als elfmal so stark wie Bayern (100 MW). Bei den bereits vorliegenden Genehmigungen für Windenergieanlagen belegte Nordrhein-Westfalen Ende 2021 mit 1.360 MW im Länderranking Rang 2 hinter Schleswig-Holstein. Baden-Württemberg und Bayern zusammen erreichen im selben Ranking gerade einmal Windenergieanlagen-Genehmigungen im Leistungsumfang von 281 MW. Das zeigt, dass Abstandsregeln den Ausbau nicht hemmen. Auch Experten haben in der Anhörung im Landtag bestätigt, dass klare Abstandsregeln für den Ausbau der erneuerbaren Energien sinnvoll sind und Verfahren beschleunigen. Damit der Ausbau der Windkraft gelingt, brauchen wir schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren.