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Deutsch: Kulturelle Vielfalt Nordrhein-Westfalens braucht auch privates Engagement

09.08.2019 Düsseldorf

Zu aktuellen von der Künstlerin Hito Steyerl angestoßenen Diskussionen um private Kunstförderung erklärt Lorenz Deutsch, Sprecher für Kulturpolitik der FDP-Landtagsfraktion:

„Die Beteiligung privater Mäzene an öffentlichen Kultureinrichtungen und -projekten sollte nicht pauschal abgelehnt und denunziert werden. Vielmehr sollten wir eine Diskussion über gute partnerschaftliche Modelle führen.

Entscheidend muss sein, dass Institutionen, die mit öffentlichen Mitteln errichtet oder betrieben werden, konzeptionelle und künstlerische Unabhängigkeit genießen. Auch in Nordrhein-Westfalen existieren zahlreiche erfolgreiche Beispiele: etwa das Essener Museum Folkwang mit der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung oder das Museum Ludwig in Köln mit seiner Kooperation mit der Ludwig-Stiftung.

Mich wundert die staatsgläubige Naivität von Frau Steyerl. Es ist nicht nur das gut, was von der öffentlichen Hand bezahlt und politisch verwaltet wird. In einer demokratischen, offenen Gesellschaft sollten wir das Selbstbewusstsein haben, in Verhandlungsprozessen gute Lösungen für die Zusammenarbeit von Kunst und Kultur, öffentlicher Hand und privaten Akteuren zu finden.“