Markus Diekhoff Markus Diekhoff

Diekhoff: Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest verhindern

20.09.2018 Düsseldorf

Der Landtag hat auf Antrag von FDP und CDU in einer Aktuellen Stunde über die Afrikanische Schweinepest (ASP) debattiert. Die Tierseuche ist für den Menschen ungefährlich, für Schweine bedeutet sie aber den sicheren Tod. Ein Ausbruch der ASP in NRW wäre verheerend für betroffene Landwirte und den Wildbestand. Dazu erklärt der Sprecher für Umwelt, Landwirtschaft und Jagd der FDP-Landtagsfraktion Markus Diekhoff:

„Plötzlich ist die ASP direkt an die Grenze von Nordrhein-Westfalen herangerückt. Es ist daher notwendig, dass sich das Parlament mit den drohenden Risiken für landwirtschaftliche Betriebe aber auch die Wildschweinpopulation befasst. Auch wenn die Krankheit für Menschen ungefährlich ist, darf die Situation nicht verharmlost werden. Dem Ausbruch der Krankheit beim Schwein kann man nicht vorbeugen, weil es keine Impfstoffe gibt. Falls das Virus in NRW ankommt, müssten voraussichtlich unzählige Tiere getötet werden.

Für einen Landwirt, der einen Schweinemastbetrieb unterhält, hätte die Infizierung eines einzigen Schweins die Tötung und Entsorgung aller Schweine des Betriebs zur Folge. Das kann die Existenz des Betriebs bedrohen. Prognosen gehen von Schäden in Höhe von 2 Milliarden Euro pro Jahr in Deutschland alleine im Hausschweinsektor aus.

Das Land hat zahlreiche Maßnahmen vorbereitet, um das Ausbrechen der ASP zu verhindern. Zudem wurden bereits im letzten Jahr Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt, die bei Bedarf, erhöht werden.

Die Jägerschaft in NRW hat ihren Beitrag verantwortungsvoll durch die Erhöhung der Abschusszahlen bei Schwarzwild von 40.000 auf 60.000 Stück geleistet. Auch im Seuchenfall wären die ehrenamtlichen Jägerinnen und Jäger gefragt. Sie können erfahrungsgemäß sehr schnell agieren, um entsprechende Maßnahmen in abgezäunten und gesperrten Gebieten durchzuführen. Mit der eingeleiteten Reform des Jagdgesetzes werden wir dieses Engagement für den Tierschutz auch wieder würdigen.

Um einen Ausbruch der ASP in NRW noch verhindern zu können, sind auch die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Denn das Virus ist nicht nur sehr aggressiv, es ist auch leicht übertragbar. Das Virus kann sowohl durch unachtsam weggeworfenes kontaminiertes Schweinefleisch als auch über Kleidung, Autoreifen und andere Gegenstände übertragen werden. Die Unachtsamkeit Einzelner kann zu tausenden toten Hausschweinen und Wildtieren führen. Nur gemeinsam können wir das verhindern.“