Marcel Hafke Marcel Hafke

Hafke: Brückenfinanzierung läutet Trendwende für Kindertagesstätten ein

14.02.2019 Düsseldorf

Der Familienausschuss hat die Brückenfinanzierung für das Kitajahr 2019/20 beschlossen. Insgesamt werden Mittel in Höhe von 390,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Marcel Hafke, familienpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion: „Die Brückenfinanzierung schafft Sicherheit auf allen Seiten und bereitet den Weg für die umfassende Reform des Kinderbildungsgesetzes.“

Die Kitalandschaft ist aufgrund von Versäumnissen in der Vergangenheit chronisch unterfinanziert. CDU und FDP haben daher bereits 2017 mit einem ersten Rettungspaket die ärgsten Nöte der Träger abgemildert. Die Brückenfinanzierung schließt genau an dieser Stelle an, sodass die Einrichtungsträger auch im kommenden Kitajahr 2019/20 nicht in Bedrängnis geraten, bevor 2020 der Pakt für Kinder greift. „Damit übernimmt die NRW-Koalition Verantwortung und stärkt den Verantwortlichen vor Ort sowie den jungen Familien, die auf die Betreuungsangebote angewiesen sind, den Rücken“, betont Hafke.

Die jetzt bereitgestellten Mittel stellen sicher, dass die erreichte Stabilisierung bei den Trägern nicht gefährdet wird. Die Regelung sieht vor, die Kindpauschalen für ein weiteres Jahr um 3 Prozent zu erhöhen. Zudem werden die Zuschüsse für die plusKITAs und den zusätzlichen Sprachförderbedarf um ein weiteres Jahr verlängert. „Die Brückenfinanzierung verschafft den Kitas auf diese Weise kurzfristige Planungssicherheit und ebnet darüber hinaus den Weg für die notwendige Kibiz-Reform. So geht lösungsorientierte Politik.“

Den Pakt für Kinder und Familien hat Familienminister Joachim Stamp zu Jahresbeginn vorgestellt:  Ab dem Kitajahr 2020/21 werden jährlich rund 1,3 Milliarden Euro zusätzlich für die frühkindliche Bildung in NRW bereitgestellt. Mit dem Geld werden die Kitas finanziell zukunftssicher aufgestellt und massiv in die Qualität der Betreuung investiert. Dazu gehören die Entlastung der Kitaleitungen durch mehr Leitungszeit, mehr Zeit für pädagogische Förderung der Kinder durch mehr Personal, Verbesserungen bei der Erzieherinnenausbildung, Verdopplung der Mittel für Sprachförderung, die Flexibilisierung der Öffnungszeiten und ein weiteres beitragsfreies Kitajahr.