Martina Hannen Martina Hannen

Hannen: Schulen als Partner der dualen Ausbildung weiter stärken

08.10.2021 Düsseldorf

Der Landtag hat einen Antrag von FDP und CDU beschlossen, um die allgemeinbildenden Schulen als Partner der dualen Ausbildung weiter zu stärken und auf eine gleichwertige Information über berufliche und akademische Bildung für alle Schülerinnen und Schüler auch in der Sekundarstufe II hinzuwirken. Dazu erklärt die Sprecherin für schulische Berufs- und Weiterbildung der FDP-Landtagsfraktion, Martina Hannen:

„Berufliche Bildung bietet Aufstiegschancen in vielen zukunftsfähigen Berufen. Dennoch fehlt seit einigen Jahren in vielen Berufsfeldern der Nachwuchs. Trotz aller Bemühungen entscheiden sich viele Schülerinnen und Schüler frühzeitig gegen eine Berufsausbildung und für einen Verbleib im allgemeinbildenden Schulsystem mit dem Ziel, anschließende ein Studium zu beginnen. Die Gründe hierfür liegen nicht selten in überholten Vorstellungen und mangelndem Wissen über die berufliche Realität und spätere Aufstiegschancen. Zudem gibt es gesellschaftlich leider noch zu oft mangelnde Wertschätzung für berufliche Bildung.

Wir wollen die allgemeinbildenden Schulen als Partner der dualen Ausbildung stärken und für eine echte Verzahnung mit der ausbildenden Wirtschaft sorgen. Vor allem das Wissen um die Chancen und möglichen Karrierewege einer Berufsausbildung in Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft soll durch eine engere Verbindung zwischen den Schulen und der Wirtschaft ausgebaut und verfestigt werden. Dabei darf auch die Höhere Berufsbildung, z. B. zum Meister, Fachwirt oder Bilanzbuchhalter, nicht außer Acht gelassen werden. Denn sie ist eine echte Alternative zu Abschlüssen an Universitäten und Hochschulen.

Für eine fundierte Berufswahl müssen junge Menschen frühzeitig einen Einblick in die Realität in Ausbildungsbetrieben und die vielfältigen Tätigkeitsfelder erhalten. Außerschulische Unterrichtsprojekte an den Berufskollegs und in den Bildungszentren der beruflichen Bildung in Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben können hierzu einen Beitrag leisten. Wir werden die Berufsinformation an den Schulen weiter stärken und dabei auf eine gleichwertige Information über berufliche und akademische Bildung, auch in der Sekundarstufe II, hinwirken. Nur durch eine tatsächlich ausgewogene Berufsberatung hinsichtlich der Möglichkeiten von akademischer und beruflicher Bildung werden Schülerinnen und Schüler ausreichend vorbereitet, um über ihren weiteren Bildungsweg zu entscheiden.“