Stephan Haupt Stephan Haupt

Haupt: Dokumentationslast für Landwirtinnen und Landwirte auf ein Minimum reduzieren

07.04.2022 Düsseldorf

Auf Initiative von FDP und CDU hat der Landtag sich mit dem Bürokratieabbau in der Landwirtschaft befasst. Dazu erklärt Stephan Haupt, Mitglied im Landwirtschafts- und Umweltausschuss und Sprecher der FDP-Landtagsfraktion in der Enquete Kommission „Gesunde Essen. Gesunde Umwelt. Gesunde Betriebe.“:

„Landwirtinnen und Landwirte stehen jeden Tag auf dem Feld, sitzen auf dem Trecker oder stehen im Melkstand, damit wir qualitativ hochwertige Lebensmittel bekommen. Doch sie verbringen auch immer mehr Zeit am Schreibtisch. Durchschnittlich fallen 32 Stunden pro Monat zur Erfüllung der Dokumentationspflichten an. Das bremst die Landwirtinnen und Landwirte aus und sie können sich nicht vollumfänglich um ihr Kerngeschäft kümmern.

Ein von der Enquetekommission Zukunft der Landwirtschaft in Auftrag gegebenes Gutachten zur Digitalisierung in der Landwirtschaft kam zu dem Ergebnis, dass eine konsequente Digitalisierung der Landwirtschaftsverwaltung den Aufwand für Landwirtinnen und Landwirte um bis zu 34,8 Prozent reduzieren würde. Das Studienergebnis hat uns darin bestätigt, den Bürokratieabbau durch Digitalisierung auch in der Landwirtschaft voranzutreiben.

Wir wollen eine konsequente Digitalisierung der Landwirtschaftsverwaltung einführen und so die Antrags- und Dokumentationslast verringern. Es muss das Once-Only-Prinzip gelten. Das heißt, dass Landwirtinnen und Landwirte ihre Daten nur noch einmal den Behörden mitteilen müssen. So wollen wir den Berufsstand auch attraktiver gestalten.

Landwirtinnen und Landwirte sollen sich wieder um ihr Kerngeschäft kümmern können und die Zeit am Schreibtisch auf ein Minimum reduzieren.“