Stephan Haupt Stephan Haupt

Haupt: Maßnahmenbündel gegen ASP erweitern

27.11.2020 Düsseldorf

Der Landtag hat auf Antrag von FDP und CDU weitere Maßnahmen zur Prävention gegen die Afrikanische Schweinepest beschlossen. Die Tierseuche hat massive negative Folgen für die Landwirtschaft. Die aktuellen hohen Wildschweinbestände stellen ein hohes Risiko zur Ausbreitung des Erregers dar. Die NRW-Koalition setzt auf ein Bündel an Maßnahmen, um Wildtierbestände deutlich zu reduzieren. „Unserer Jägerschaft kommt dabei eine wichtige Aufgabe zu, dabei wollen wir sie unterstützen“, sagte der Sprecher für Verbraucherschutz der FDP- Landtagsfraktion und Mitglied im Umweltausschuss Stephan Haupt in der Debatte.

Die für den Menschen ungefährliche Tierseuche vernichtet Existenzen in der Landwirtschaft und ist ein Rückschritt für den Tierschutz. Die bisherigen Präventionsmaßnahmen müssen erweitert werden. „Wir müssen alles daran setzen, den Seuchenausbruch bei uns zu verhindern“, unterstreicht Haupt.

Ein maßgeblicher Faktor für Prävention und Seuchenbekämpfung ist der Wildschweinbestand. Die Population hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Gründe hierfür sind für die Tiere günstige klimatische Bedingungen, das Futterangebot und das Lernverhalten. „Wir müssen dafür sorgen, dass die hohen Wildschweinbestände reduziert werden. Dabei sind wir sind auf die Hilfe unserer verantwortungsvollen Jägerinnen und Jäger angewiesen. Um die Aufgabe, die Ausbreitung der ASP zu verhindern, lösen zu können, müssen wir die Rahmenbedingungen anpassen. Dabei ist es notwendig, Nachtzieltechnik zuzulassen und damit die Wildschweinjagd zu erleichtern. Wir haben ein hohes Vertrauen in die Jägerschaft und möchten sie ermutigen, uns bei der Prävention weiter tatkräftig zu unterstützen“, erklärt Haupt.

Zudem hat der Landtag für die Beschaffung von sicheren Zäunen gestimmt. Des weiteren sind schweinehaltende Betriebe aufgefordert, am ASP-Früherkennungsprogramm teilzunehmen. Die Landesregierung prüft hierzu Fördermöglichkeiten.