Stefan Lenzen Stefan Lenzen

Lenzen: Abgeschlossene Berufsausbildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit

21.03.2018 Düsseldorf

Auf Antrag von FDP und CDU hat der Landtag heute über die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und mehr Chancen durch Ausbildung und Weiterbildung beraten. Zur Debatte erklärt der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Stefan Lenzen:

„Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit, vor fehlenden Perspektiven und damit letztlich vor Armut. Für junge Menschen ohne Berufsabschluss ist hingegen der Weg in den Transferleistungsbezug oftmals bereits vorgezeichnet. Deshalb wird die NRW-Koalition ein Gesamtkonzept entwickeln, um jungen Menschen den Weg in Ausbildung und Beschäftigung zu ebnen. Wir brauchen einen aufeinander abgestimmten Ansatz, um Ausbildungsbewerber und angebotene Ausbildungsplätze in den Betrieben besser zusammen zu bringen. Dabei spielen Berufswünsche, Anforderungen an die Qualifikation, aber auch die regionale Verteilung der Ausbildungsplätze und die Mobilität der Bewerber eine Rolle. Dazu wollen wir ein entsprechendes Modellprojekt entwickeln und erproben und so den Übergang von der Schule in den Beruf verbessern.

Es wird auch Menschen geben, die aus vielfältigen Gründen zunächst keinen vollständigen Abschluss erreichen können. Ihnen muss eine Perspektive aufgezeigt werden, um verwertbare Kenntnisse zu erlernen und durch anerkannte Institutionen zertifizieren zu lassen. Deshalb brauchen wir die verstärkte Entwicklung und Zertifizierung von Teilqualifikationen. Aufbauend auf diese Teilqualifikationen soll in Form einer modularen Ausbildung auch schrittweise ein anerkannter Berufsabschluss erreichbar sein.

Wir wollen Menschen, die aus dem Ausland zu uns gekommen sind, eine dauerhafte und qualifizierte Beschäftigung ermöglichen. Dazu ist die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen ein zentraler Aspekt. Potentiellen Beschäftigten muss schnell mitgeteilt werden, ob und wie der ausländische Abschluss genutzt und anerkannt werden kann. Dazu zählt auch ein passgenaues Angebot der Anpassungsqualifizierung. So können wir auch einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten.“