Stefan Lenzen Stefan Lenzen

Lenzen: Orientierung für strategische Fragen und gesellschaftliche Herausforderungen der Integration

22.08.2019 Düsseldorf

Die Landesregierung hat heute die nordrhein-westfälische Teilhabe- und Integrationsstrategie 2030 vorgestellt. Der integrationspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Stefan Lenzen erklärt dazu:

„Die Teilhabe- und Integrationsstrategie 2030 ist ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung der Integrationspolitik unseres Landes. Sie gibt Orientierung für die strategischen Fragen und gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden zehn Jahre. Die NRW-Koalition aus FDP und CDU steht für eine verbindliche Integrationspolitik mit den vier Säulen Sprache, Bildung, Arbeit und Wertevermittlung. Mit einer Entschließung des Landtags haben die Koalitionsfraktionen die Einrichtung eines Integrationsbeirats mit Akteuren der Zivilgesellschaft initiiert. Dieser Beirat hat zusammen mit der Landesregierung innerhalb eines Jahres die Grundlagen der Integrationsstrategie erarbeitet.

Die Integrationsstrategie unterscheidet zwischen unterschiedlichen Dimensionen der Integration. Wir brauchen gezielte Maßnahmen zur Erstintegration von Neuzugewanderten z. B. bei Sprachförderung, Beratung zu Rechtsfragen sowie der Vermittlung der Grundwerte unserer Gesellschaft. Dazu wollen wir die bestehenden Angebote vor Ort besser verknüpfen und einen Zugang für möglichst alle Neuzugewanderte bieten. Wir brauchen zudem eine interkulturelle Öffnung der öffentlichen Strukturen und Institutionen zur nachhaltigen Integration in die Regelsysteme insbesondere von Bildung, Qualifizierung, Arbeitsmarkt und Gesundheitswesen.

Wir wollen aber gerade auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, um einerseits Diskriminierungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte entgegenzuwirken, anderseits aber auch Gefühle der Überforderung von Menschen ohne Einwanderungsgeschichte zu vermeiden. Wir werden jede Form von Menschenfeindlichkeit und Extremismus, seien sie rassistisch, religiös oder nationalistisch motiviert, nicht hinnehmen. So werden wir Nordrhein-Westfalen als Einwanderungsland für die Zukunft gestalten.“