Marc Lürbke Marc Lürbke

Lürbke: Waldbesetzer sägen an Ast, auf dem sie sitzen

14.03.2019 Düsseldorf

Zu heutigen Berichten, wonach vermeintliche Umweltschützer im Hambacher Forst 50 Bäume gefällt haben, um ihre Baumhäuser zu errichten, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Marc Lürbke:

„Seit Jahren wehren sich friedliche aber auch zahlreiche gewalttätige Demonstranten gegen die Rodung des Waldes durch RWE. Regelmäßig wurden dabei Gewalttätigkeiten gegen Polizisten und RWE-Mitarbeiter – wie die Angriffe mit Molotowcocktails im vergangenen Dezember – mit dem vermeintlich hehren Ziel des Waldschutzes von vielen relativiert oder unkommentiert gelassen. Und jetzt fällen ausgerechnet selbsternannte Baumschützer 50 Bäume im Hambacher Forst, um mit den Baumstämmen ihre Protest-Baumhäuser errichten zu können. Die linksextremen und gewalttätigen Baumbesetzer können sich damit nicht mehr unter dem Deckmantel des Umweltschutzes und angeblichen Schutzes des Hambacher Forstes verstecken.

Schon als die Polizei im Jahr 2018 über 700 Kubikmeter Müll aus dem Wald räumte, fragte man sich, ob diese Waldbewohner tatsächlich nur überzeugte Umweltschützer sind. Die jetzt bekanntgewordenen Baumfällungen durch die Aktivisten sind an Widersprüchlichkeit aber nicht mehr zu überbieten. Das wirft erneut die Frage auf, ob es diesen Leuten um den Erhalt des Waldes oder nicht in Wahrheit um Anarchie, die Systemfrage und maximale Eskalation geht.

Auch bei den friedlichen Demonstranten dürfte nun eine Grenze überschritten sein – immerhin wenden sich die militanten Waldbesetzer inzwischen tätlich gegen die erklärten gemeinsamen Ziele. Ich bin deswegen gespannt, ob die friedlichen Demonstranten und Aktivisten die verbliebenen Chaoten im Wald nun endlich zur Ordnung rufen und sich abgrenzen werden. Das ist auch eine Frage der Glaubwürdigkeit.“