Franziska Müller-Rech Franziska Müller-Rech

Müller-Rech: Wohl des einzelnen Kindes als Maßstab für gelingende Inklusion

12.07.2018 Düsseldorf

Der Landtag hat in einer Aktuelle Stunde über die Neuausrichtung der Inklusion debattiert. Schulministerin Yvonne Gebauer hatte vergangene Woche die Eckpunkte zum neuen Inklusionskonzept der Öffentlichkeit vorgestellt. „Die Landesregierung hat mit der Vorstellung der Eckpunkte für die Neuausrichtung der Inklusion innerhalb eines Jahres das zweite große Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag eingelöst. Damit wird ein weiterer Wendepunkt in der nordrhein-westfälischen Schulpolitik eingeläutet, auf den die Schulen händeringend warten“, erklärt Franziska Müller-Rech, schulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion.

Video zur Plenarrede:

„Wir Freien Demokraten stehen voll und ganz hinter den Grundsätzen der Inklusion und der Umsetzung der UN-Behindertenrechtkonvention. Aber wir sind der Meinung, dass Eltern am besten wissen, welcher Förderort für ihr Kind am besten ist“, betont die Schulexpertin. Die UN-Behindertenrechtskonvention verbiete keinesfalls Förderschulen, das sei ein großes Missverständnis in der Debatte. „Die FDP erkennt an, dass jedes Kind unterschiedlich ist. Für das eine Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf funktioniert das gemeinsame Lernen mit entsprechender Unterstützung wunderbar, während sich ein anderes Kind in einer kleineren Förderschule an einem bestimmten Zeitpunkt seiner Schullaufbahn besser aufgehoben fühlt“, sagt Franziska Müller-Rech. Der FDP-Fraktion geht es darum, diese unterschiedlichen Bedürfnisse und damit verbunden das Wohl des einzelnen Kindes zum Maßstab der Inklusion zu machen.

Die Landesregierung investiert massiv in die Inklusion und stellt zusätzliche Ressourcen für die Förderung von Kindern mit sozialpädagogischem Förderbedarf bereit. Wo die Vorgängerregierung auf eine reine Inklusionsquote gesetzt hat, definiert die schwarz-gelbe Landesregierung eindeutige Qualitätsstandards und bündelt die Ressourcen an Schulen des Gemeinsamen Lernens. Zudem setzt sie sich für den Erhalt der Förderschulen ein, um den Eltern in NRW echte Wahlmöglichkeiten zu bieten.