Fraktionschef Christof Rasche Fraktionschef Christof Rasche

Rasche und Schneider: Menschen Mut und Perspektiven geben

26.08.2020 Düsseldorf

Der nordrhein-westfälische Landtag hat in einer Aktuellen Stunde über die aktuelle Entwicklung des Infektionsgeschehens und die richtigen Prioritäten zur Bewältigung der Corona-Krise debattiert. In der Debatte sprachen der Vorsitzende der FDP-Fraktion Christof Rasche und die gesundheitspolitische Sprecherin Susanne Schneider.

Video zur Rede mit Fraktionschef Christof Rasche:

Christof Rasche, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion: „Bei all den Entscheidungen, die wir innerhalb der FDP-Landtagsfraktion treffen müssen, steht die Vernunft im Vordergrund - nicht die Angst. Wir sind bereit - weil es notwendig ist - Risiken einzugehen, aber keinesfalls leichtsinnig zu werden. Mut statt Angst ist unsere Parole. Unsere Aufgabe ist es, den Bürgerinnen und Bürgern, der Gesellschaft insgesamt, der Wirtschaft, dem Mittelstand, dem Handel wieder Perspektiven aufzuzeigen. Eine Vereinheitlichung von Obergrenzen für Veranstaltungen machen wegen unterschiedlicher Entwicklung der Corona-Zahlen keinen Sinn. Wir müssen Perspektiven für Schausteller und die Weihnachtsmärkte bieten. Wir Freien Demokraten wollen Innenstädte stärken, dazu wollen wir Sonntagsöffnungen gerade in der Krise ermöglichen. Die Verweigerungshaltung der Gewerkschaften verstehen wir nicht. Denn es geht doch darum, Arbeitsplätze und Handel in den Kommunen zu erhalten. Wir müssen mutig sein im Denken. Wir müssen risikobereit sein, aber nicht leichtsinnig. Wir müssen handeln mit Vernunft, aber ohne Angst. Nutzen wir neue Technologien. Geben wir den Menschen in NRW wieder Mut und Perspektiven.“

Susanne Schneider Susanne Schneider

Susanne Schneider, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion: „Wenn es aber um die Teststrategie geht, dann sehe ich zwei gegensätzliche Positionen. Da sind einerseits diejenigen – ob hier im Landtag rot-grüner Couleur oder außerhalb unseres Bundeslandes auch blau-weißer Couleur – die darauf setzen, möglichst viel zu testen. Da sind aber auch die Stimmen – gerade auch aus der Wissenschaft – die vielmehr auf gezielte Tests setzen. Ich würde da eher der Wissenschaft folgen. Anlasslose Testungen belasten nicht nur die vorhandenen Kapazitäten, sondern können auch ein falsches Bild vermitteln, vielleicht sogar ein vermeintliches Sicherheitsgefühl suggerieren – und das wäre fatal.“