Jörn Freynick Jörn Freynick

Rechte der LSBTIQ*-Community stärken und Stigmatisierung bekämpfen

02.07.2021 Düsseldorf

Nordrhein-Westfalen engagiert sich seit 25 Jahren für die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung queerer Menschen. Dieses Engagement möchte die NRW-Koalition aus CDU und FDP fortführen und weiter stärken. Der Landtag hat dazu gestern eine gemeinsame Initiative der regierungstragenden Fraktionen beschlossen.

Jörn Freynick, Sprecher für LSBTIQ* der FDP-Landtagsfraktion: „Die Bekämpfung von LSBTIQ*-Feindlichkeit und -Stigmatisierung bleibt eine wichtige Aufgabe – dies wird auch mit einem Blick in andere EU-Mitgliedstaaten deutlich. Es ist gut, dass das Thema LSBTIQ*-Rechte und Diversity inzwischen stärker in der Mitte der Gesellschaft in Deutschland angekommen ist. In Regierungsverantwortung haben wir in NRW bereits Vieles erreicht, bspw. durch die umfängliche Förderung von LSBTIQ*-Dachverbänden und psychosozialen Beratungsstellen, die Schaffung von Koordinierungsstellen und die umfassende historische Aufarbeitung der Verfolgung von LSBTIQ*-Menschen. Es bleibt allerdings weiterhin viel zu tun bei der Wiedergutmachung und der Prävention von LSBTIQ*-Feindlichkeit. Darum wollen wir unter anderem die Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit fördern.“

Jens Kamieth, familienpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion: „Das Zusammenleben und Zusammenlieben in NRW ist vielfältig. Die NRW-Koalition möchte die sehr ambitionierte Arbeit gegen Diskriminierung queeren Lebens weiter voranbringen und insbesondere den Aktionsplan ,Impulse 2020‘ weiterführen. Dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität öfter statt seltener Opfer von Gewalt und Diskriminierung werden, muss für uns ein Weckruf sein. Die Corona-Krise ist ein Problem, weil queeres Leben - nicht zuletzt durch das Ausfallen der CSD-Veranstaltungen - weniger sichtbar war und ist. Wir bekennen uns als Landespolitik mit unserer Initiative klar zur Zukunft des Christopher Street Day in NRW. Als Familienpolitiker ist mir insbesondere wichtig, dass wir an der Seite von Regenbogenfamilien stehen und sie weiter stärken. Auch hier gilt: Liebe ist Liebe - und Elternliebe ist Elternliebe. Ein Kind braucht Wärme und Geborgenheit, möge sie nun von Mama und Papa kommen, von Papa und Papa oder Mama und Mama.“