Susanne Schneider Susanne Schneider

Schneider: Blutplasmaspenden fördern und bekannter machen

18.03.2021 Düsseldorf

Der Gesundheitsausschuss des Landtags hat auf Antrag von FDP und CDU einstimmig beschlossen, Blutplasmaspenden zu fördern. Dazu erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Susanne Schneider:

„Plasmaspenden sind essentiell, in Deutschland sind ca. 4 Millionen Patientinnen und Patienten mit angeborenen Immundefekten auf plasmabasierende Medikamente angewiesen. Gerade chronisch kranke Menschen mit Störungen des Immunsystems, der Blutgerinnung oder Wundheilung haben Leidenswege hinter sich. Um den Betroffenen besser helfen zu können, werden mehr Blutplasmaspenden benötigt.

Die Spende von Blutplasma ist für den Körper verträglicher als die Vollblutspende, weil der eigene Organismus die Entnahme lediglich des Blutplasmas viel besser verarbeitet. Ein gesunder Mensch kann daher bis zu 60 Mal im Jahr Blutplasma spenden. Vielen Menschen ist dies jedoch nicht bekannt. Wir brauchen daher eine bessere und stärkere Aufklärung der Öffentlichkeit. Entsprechende Werbekampagnen für Plasmaspenden müssen vor allem in den sozialen Netzwerken angesiedelt werden, um junge Menschen auf die Thematik aufmerksam zu machen. Es muss auch vermittelt werden, dass keine Konkurrenz zwischen Vollblut- und Plasmaspende besteht.

Aber nicht nur die Information muss verbessert werden, es müssen auch bürokratische Hürden bei der Plasmaspende abgebaut werden. Insbesondere Anwesenheitspflichten für Ärzte und die Rückstellungen von Spendern mit Tattoos und Piercings müssen überprüft werden, ob sie tatsächlich notwendig sind.“