Susanne Schneider Susanne Schneider

Schneider: Impfpflicht kann Menschenleben retten

25.03.2019 Düsseldorf

Aufgrund steigender Masernfälle in vielen Regionen Deutschland wird über die Einführung einer Impfpflicht diskutiert. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Susanne Schneider, steht solchen Überlegungen positiv gegenüber:

„Die Verbesserung des Impfschutzes sowie eine Erhöhung der Impfraten sind für mich ein vorrangiges Ziel der Gesundheitspolitik. Zahlreiche schwere Erkrankungen konnten durch die systematische Einführung von Schutzimpfungen bereits ausgerottet werden. Wie die aktuell wieder steigenden Fallzahlen bei Masern-Erkrankungen jedoch aufzeigen, wird die notwendige Durchimpfungsquote von über 95 Prozent zur wirksamen Bekämpfung von Masern oftmals nicht erreicht.

Das ist eine echte Gefahr. Nur durch eine hohe Durchimpfungsquote wird die sogenannte Herdenimmunität erreicht, durch die dann auch Menschen geschützt sind, die immunsupprimiert oder zu jung für eine Impfung sind. Wer also seine Kinder nicht impfen lässt, gefährdet nicht nur die eigenen Kinder, sondern auch andere Menschen. Das kann bei Masern sogar zum Tod führen, einer von 1.000 Masernfällen verläuft immer noch tödlich. Die Maserntoten in der Ukraine haben uns jüngst daran erinnert.

Impfverweigerer sind Impfschmarotzer, die sich der eigenen Verantwortung entziehen. Daher müssen verbindliche Vorgaben zum Impfschutz gemacht werden. Als Freie Demokraten setzen wir uns bereits seit 2017 für die Durchsetzung einer allgemeinen Impfpflicht für Kinder bis 14 Jahre ein. Diese Maßnahme kann dauerhaft Menschenleben retten.

Im nordrhein-westfälischem Landeshaushalt 2019 sind wie im Vorjahr 200.000 Euro mehr für Schutzimpfungen einschließlich Aufklärungsmaßnahmen eingestellt worden. Insbesondere sollen dadurch eine landesweite Kampagne zur Erhöhung der Impfquoten sowie aufsuchende bzw. niedrigschwellige Impfaktionen unterstützt werden.“