Susanne Schneider Susanne Schneider

Schneider: Kinderschutz geht uns alle an

02.04.2019 Düsseldorf

Die NRW-Koalition bringt Maßnahmen zur Verbesserung des Kinderschutzes auf den Weg. Zu den Maßnahmen gehört unter anderem der Aufbau eines landesweiten Kompetenzzentrums „Kinderschutz im Gesundheitswesen“ mit dem Hauptstandort Köln. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Susanne Schneider, erklärt dazu:

„Wir sind verpflichtet, die Schwachen in unserem Land vor Gewalt und Missbrauch zu schützen. Im Koalitionsvertrag hatten sich Christdemokraten und FDP darauf geeinigt, den Kinderschutz in NRW zu verbessern. Ein Kernpunkt: Der interkollegiale Ärzteaustausch soll ermöglicht werden, damit auch im Fall eines Arztwechsels der Verdacht nicht unter den Tisch fällt. Da dazu jedoch eine bundesgesetzliche Grundlage benötigt wird, wird das Land NRW die Unterstützung anderer Länder suchen, um den Bund die Schaffung entsprechender Regelungen aufzufordern.

Die bestehenden Kinderschutzambulanzen werden weiter gestärkt, um die Versorgung von Kindern und Jugendlichen, die Opfer von Missbrauch, Misshandlung oder Vernachlässigung geworden sind, zu verbessern. Die 13 Kinderschutzambulanzen erhalten dazu eine Förderung in Höhe von insgesamt 330.000 Euro, die vor allem für Personalkosten genutzt werden soll.

Zudem baut das Land NRW ein landesweites Kompetenzzentrum für Kinderschutz im Gesundheitswesen auf. Dort sollen die Akteure im Gesundheitswesen Unterstützung und Beratung erhalten, um in Fragen der Diagnostik, der Sicherung von Befunden und der Handlungsoptionen sicherer agieren zu können. Eine weitere Aufgabe des neuen Zentrums ist die Qualifizierung und Fortbildung. Dies soll interdisziplinär, also auch zusammen mit anderen Akteuren im Kinderschutz wie zum Beispiel mit der Jugendhilfe, stattfinden.

Die NRW-Koalition schaut nicht weg, sondern handelt. Wir wünschen uns, dass alle Bürgerinnen und Bürger genauer hinschauen, wenn das Kindeswohl gefährdet scheint. Viel Leid kann dann verhindert werden. Kinderschutz geht uns alle an.“