Susanne Schneider Susanne Schneider

Schneider: Leben retten ist kinderleicht und jeder kann es lernen

20.09.2018 Düsseldorf

Wer außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleidet, hat derzeit nur eine zehnprozentige Überlebenschance. Daher hat die NRW-Koalition bereits zum Schuljahresbeginn 2017/18 ein landesweites Modellprojekt „Laienreanimation an Schulen in Nordrhein-Westfalen“ gestartet. Rund 120 Schulen nehmen inzwischen an dem Projekt teil. 2018 wurden zusätzliche Mittel in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Auf Antrag der Fraktionen von FDP und CDU hat der Landtag in der Woche der Wiederbelebung einstimmig beschlossen, dieses Modellprojekt auf weitere Schulen auszuweiten. Susanne Schneider, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, erklärt: „Wer Wiederbelebung in jungen Jahren richtig lernt, für den wird es selbstverständlich zu helfen. Daher werden wir die Schulung von Schülerinnen und Schülern weiter stärken.“

Schneider unterstreicht: „Mit den verfügbaren Geldern werden nun weitere Übungspuppen angeschafft und so eine Ausweitung des Modellprojektes auf weitere Schulen unterstützt. Auch weitere Partner insbesondere zur Schulung von Lehrkräften sollen gefunden werden.“ Auf Grundlage der Erkenntnisse aus dem Modellprojekt soll ein Konzept entwickelt werden, mit dem wir die Unterrichtung in der Wiederbelebung an möglichst allen Schulen in NRW umsetzen können.

Die Gesundheitsexpertin ermutigt Laien zur Ersten Hilfe: „Wiederbelebung ist an sich kinderleicht. Es gehört nur Mut dazu. Mut, um die Maßnahme überhaupt zu beginnen und dann auch weiterzumachen, falls eine Rippe dabei bricht. Beim Rhythmus der Herzmassage rate ich übrigens immer an Musik zu denken: sei es „Stayin‘ Alive“ von den Bee Gees, „Highway to hell“ von AC/DC oder der Radetzky-Marsch – ganz nach dem jeweiligen Musikgeschmack. Mit diesem Rhythmus drückt man richtig. Falsch machen können Sie nur eines: Nichts zu tun.“