Susanne Schneider Susanne Schneider

Schneider: Startchancen für Frühgeborene verbessern

16.11.2021 Düsseldorf

Frühgeborene sind von Anfang an auf besondere Unterstützung und Hilfestellungen angewiesen. Die NRW-Koalition aus FDP und CDU will daher als Maßnahme weitere Muttermilchbanken aufbauen. Die Anhörung im Landtag zu dem Thema wird morgen am Weltfrühgeborenentag im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales ausgewertet. Dazu erklärt Susanne Schneider, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Frühgeborene müssen sich oftmals ins Leben kämpfen. Das ist für sie sowie ihre Mütter und Väter eine belastende Herausforderung. Oft kann die Mutter nicht – oder nicht ausreichend – stillen. Für die Ernährung und Entwicklung Frühgeborener ist Muttermilch nicht nur ein wertvoller Baustein, sondern häufig überlebenswichtig. So ist es wissenschaftlich erwiesen, dass die Ernährung mit Muttermilch die einzige Möglichkeit ist, um schwere medizinische Komplikationen wie lebensbedrohliche Entzündungen des Darmes zu verhindern. Um daher die Startchancen von Frühgeborenen und die Versorgung mit Muttermilch zu verbessern, wollen wir in Nordrhein-Westfalen entsprechende Muttermilchbanken aufbauen.

In den letzten Jahren sind bereits Muttermilchbanken in Essen, Dortmund sowie am Klinikum Lippe in Detmold eingerichtet worden. Dies reicht jedoch nicht aus, um den landesweiten Bedarf zu decken. Etwa jedes zehnte Kind kommt zu früh auf die Welt, die bestehenden Muttermilchbanken versorgen bisher aber ausschließlich Patientinnen und Patienten der eigenen Klinik mit Spendermilch. Neben dem Aufbau von Muttermilchbanken brauchen wir auch begleitende Forschungsprojekte, die medizinische Standards in hygienischer und infektiologischer Hinsicht entwickeln. Mit dem Bund sind perspektivisch Verhandlungen zu führen, um die Finanzierung von Muttermilchbanken über die Systeme der Gesetzlichen Krankenversicherung sicherzustellen.“