Susanne Schneider Susanne Schneider

Schneider: Weniger Bürokratie bedeutet mehr Zeit für die Pflege

12.10.2018 Düsseldorf

Die Landesregierung aus FDP und Christdemokraten hat heute ein Gesetz zur Änderung des Wohn- und Teilhabegesetzes in den nordrhein-westfälischen Landtag eingebracht. Die Sprecherin für Gesundheit und Pflege der FDP-Landtagsfraktion NRW, Susanne Schneider, erläutert die drei Hauptziele, die die NRW-Koalition mit der Reform umsetzen will:

„Weniger Bürokratie bedeutet mehr Zeit für die Pflege. Momentan ächzen Einrichtungen, Pflegende und auch Aufsichtsbehörden an vielen Punkten über einen sehr hohen Verwaltungsaufwand. Durch den Abbau unverhältnismäßiger Aufgaben wollen wir die pflegebedürftigen Menschen noch stärker in den Mittelpunkt rücken.

Mit dem Gesetzesentwurf soll zudem ein grundsätzlicher Kurswechsel vollzogen werden. Unter Rot-Grün galt: nur ambulante Angebote sind auszubauen, stationäre Einrichtungen sind schlecht und nur private Pflegeheime sind noch schlechter. Mit dieser Benachteiligung stationärer Einrichtungen machen wir jetzt Schluss. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen selbstbestimmt wählen können, wo und in welcher Form sie betreut werden möchten – sei es im häuslichen Umfeld, in Wohngemeinschaften oder in Pflegeheimen.

Wir wollen den digitalen Wandel nutzen, um auch in der Pflege Verbesserungen für die Menschen zu erreichen. Mit einer App beziehungsweise einem Online-Portal soll die Suche nach freien Heimplätzen wesentlich leichter und schneller möglich sein. Und zukünftig soll jedes Pflegeheim für die Bewohnerinnen und Bewohner einen Internetzugang vorhalten.“