Christof Rasche Christof Rasche

Umfrage zur Belebung der Innenstädte

31.08.2020 Düsseldorf

Die FDP-Landtagsfraktion möchte lebendige Innenstädte erhalten und weiterentwickeln. Dazu hat die Fraktion bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Koalitionspartner CDU eine parlamentarische Initiative „Heimat braucht Handel – vitale Innenstädte für die Zukunft des Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen erhalten, den stationären Handel bei seinem Weg ins digitale Zeitalter unterstützen“  auf den Weg gebracht. Das Thema hat durch die globale Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen im öffentliche Leben eine neue Dringlichkeit erhalten. Daher hat die FDP-Landtagsfraktion eine Umfrage in Auftrag gegeben, um zu erfahren, welche Faktoren Innenstädte für Verbraucher attraktiver machen würden.

Christof Rasche, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion erklärt zu den Ergebnissen: „Die Umfrage belegt, dass es keine einfache Lösung zur Attraktivierung der Innenstädte gibt. Lösungsansätze müssen sich an Größe einer Stadt und der Bevölkerungsstruktur ausrichten sein. Teures Parken ist aber landesweit ein Hemmnis, Innenstädte und den stationären Handel aufzusuchen. Hier können Kommunen entgegenwirken.

Zudem wird deutlich, dass die Menschen sich ein angenehmes Ambiente mit Aufenthaltsqualität wünschen und keine anonymen austauschbaren Shoppingmeilen. Das kann sich aber nur mittelfristig ändern.

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Um die akute Gefahr von Arbeitsplatzverlusten durch die Corona-Pandemie im Einzelhandel zu vermindern, können Sonntagsöffnungen einen Beitrag leisten. Gerade der stationäre Textileinzelhandel, der stärker als andere Bereiche eingebrochen ist, könnte am Sonntag auf seine Vorzüge wie persönliche und fachkundige Beratung aufmerksam machen. Dass Verdi bereits Klagen gegen weitere Sonntagsöffnung ankündigt, ist enttäuschend. Wo die Mitarbeiter hinter der Sonntagsöffnung stehen, sollte die Gewerkschaft keine Steine in den Weg legen.“

Das Thema Sonntagsöffnung ist in der Bevölkerung oft leidenschaftlich debattiert. Die FDP-Landtagsfraktion wollte wissen: Wie stehen eigentlich Mitarbeiter im Einzelhandel zu mehr Sonntagsöffnungen in der Corona-Krise. Eine Mehrheit der Mitarbeiter spricht sich demnach für mehr Sonntagsöffnung aus.

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Henning Höne Henning Höne

Henning Höne, kommunalpolitischer Sprecher und Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion erklärt dazu: „Sonntagsöffnung ist kein Allheilmittel gegen verödete Innenstädte und Umsatzeinbrüche. Aber es ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des stationären Handels und insbesondere zur Abfederung der direkten Corona-Folgen. Wenn 15 Prozent der Menschen häufiger in die Innenstädte gehen würden, ist das potenzielle Kundschaft auf die der Einzelhandel nicht verzichten kann. Die Mitarbeiter im Einzelhandel befürworten mehrheitlich die Sonntagsöffnung. Sicher spielen dabei auch Existenzängste in der Coronakrise eine Rolle. Diese Angst um den Arbeitsplatz nehmen wir sehr ernst und wollen in diesem Jahr mehr Flexibilität bei der Sonntagsöffnung ermöglichen. Dass Verdi bereits gegen diese Flexibilität klagt, macht ratlos: Wen vertritt Verdi? Statt der Sonntagsöffnung Steine in den Weg zu legen, sollten die Gewerkschaften mit der Politik in den Dialog treten, wie wir gemeinsam eine langfristige Perspektive für den stationären Einzelhandel und lebhafte Innenstädte schaffen können.“

Weiterführende Informationen zur Methodik von Civey finden Sie hier:

https://civey.com/whitepaper