Arbeit

Arbeit, Gesundheit und Soziales

Arbeit dient nicht nur der Sicherung des Lebensunterhalts. Sie bietet Bürgerinnen und Bürgern auch die Chance, eigene Fähigkeiten zu entfalten und trägt dazu bei, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Die wichtigsten Ziele einer liberalen Arbeitsmarktpolitik sind deshalb: Arbeitslosigkeit zu verhindern, die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern in jedem Lebensalter zu stärken und arbeitslose Menschen bei der Rückkehr auf den Arbeitsmarkt passgenau zu unterstützen.

Eine gute Schul- und eine solide Berufsausbildung, die Perspektiven zur persönlichen Weiterentwicklung eröffnen, sind die beste Voraussetzung, um auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein und dienen der Vermeidung späterer Altersarmut. Die Stärkung der beruflichen Orientierung junger Menschen im Übergang zwischen Schule und Beruf nimmt hierbei einen herausragenden Stellenwert ein. Die FDP will erreichen, dass gerade auch leistungsschwächere Jugendliche eine Ausbildung absolvieren und Ausbildungsabbrüche verhindert werden. Zudem kommt der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor allem aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels eine immer größere Bedeutung zu. Davon können gerade auch Alleinerziehende profitieren, die hier vor besonderen Herausforderungen stehen. Aus diesem Grund sind Unterstützungsangebote zur Betreuung von Kindern und Möglichkeiten zu einer flexibleren Arbeitszeitgestaltung auch ein Beitrag im Kampf gegen Kinderarmut.

Aufgrund der demografischen Entwicklung benötigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zukünftig auch vermehrt Angebote zur Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen. Darüber hinaus gebührt dem lebensbegleitenden Lernen, der Schaffung von gesundheitsfördernden Arbeitsplätzen sowie dem intensiveren Austausch von älteren und jüngeren Arbeitnehmern in altersgemischten Teams eine besondere Aufmerksamkeit innerhalb der Arbeitsmarktpolitik.

Jeder Mensch hat das Anrecht auf eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung. Vorsorge und Gesundheitsförderung von der Geburt bis ins hohe Lebensalter sind ein wesentlicher Bestandteil des deutschen Gesundheitswesens und ebenso wichtig wie die Behandlung von Krankheiten und die Rehabilitation. Von wachsender Bedeutung sind aufeinander abgestimmte ambulante, teilstationäre und stationäre Versorgungsangebote. Darüber hinaus bilden Hospizdienste sowie Leistungen der Palliativmedizin und Palliativpflege eine unverzichtbare Säule gesundheitlicher Angebote. Geschlechtsspezifische und soziokulturelle Unterschiede sollten grundsätzlich bei allen Maßnahmen und Angeboten berücksichtigt werden.

Die FDP hält es für ein wichtiges gesundheitspolitisches Ziel, die Gesundheitskompetenz von Versicherten und Patienten durch verständliche Informationen und Aufklärungsmaßnahmen zu stärken, beispielsweise hinsichtlich HIV und AIDS. Hier treten wir jeder Diskriminierung der Betroffenen entschieden entgegen. Ein besonderes Anliegen ist für uns die angemessene Berücksichtigung der seelischen Gesundheit und eine bedarfsorientierte sowie vorurteilsfreie Versorgung von psychisch kranken Menschen in jedem Lebensalter. Darüber hinaus engagieren wir uns für eine Drogen- und Suchtpolitik, bei der Prävention und adäquate Behandlung im Mittelpunkt stehen.

In einer alternden Gesellschaft mit zurückgehender Kinderzahl kommt dem Miteinander der Generationen eine besondere Bedeutung zu. Die FDP-Landtagsfraktion plädiert unter anderem dafür, ehrenamtliches Engagement der sog. "Jungen Alten" in Kindergärten, Schulen und Jugendeinrichtungen sowie Mentorenprogramme zwischen Jung und Alt vermehrt zu fördern. Zudem verlangt der demografische Wandel, die Beratungsinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen intensiver auf die Lebenslagen unterschiedlicher Generationen hin auszurichten und den Intergenerationenaspekt zu stärken.

Wir befürworten den Ausbau altengerechten Wohnens im Bestand sowie -als Alternative - neue Wohnformen im Alter, z.B. betreutes Wohnen oder Wohngemeinschaften von älteren Menschen sowie generationsübergreifende Wohnkonzepte.

Die FDP-Fraktion setzt im Bereich der Pflege in besonderem Maße auf die Grundsätze "ambulant vor stationär" sowie auf Gesundheitsförderung und Prävention, um Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder hinauszuzögern. Unser Ziel ist es, größere Spielräume für die individuelle Lebensgestaltung pflegebedürftiger Menschen zu schaffen. Dies gilt auch für den Bereich der stationären Pflege. Dazu werden bedarfsorientierte und entsprechend differenzierte Pflegekonzepte benötigt. Erforderlich ist auch ein weiterer Abbau bürokratischer Regeln.

Das übergeordnete Ziel aller politischen Maßnahmen für Menschen mit Behinderung ist aus Sicht der FDP die gleichberechtigte Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention. Dazu tragen Frühförderung und geeignete Rehabilitationsmaßnahmen ebenso bei wie spezifische Projekte zur Schaffung von behindertengerechten Arbeitsplätzen – möglichst auf dem ersten Arbeitsmarkt - der Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum sowie Wohnformen, die sich an den individuellen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung orientieren und eine selbstbestimmte Lebensweise innerhalb der Gemeinschaft aller Bürgerinnen und Bürger unterstützen.

Ansprechpartner

Ulrich Alda

Sprecher für Arbeit und Soziales
Sprecher im Petitionsausschuss
Ulrich Alda, MdL

Susanne Schneider

Sprecherin für Gesundheit
Sprecherin für Frauen
Susanne Schneider

Thomas Franzkewitsch

Referent für Arbeit, Gesundheit und Soziales
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