Brockes (FDP): Insolvenzwelle ist ein Alarmsignal für den Wirtschaftsstandort NRW

Nordrhein-Westfalen ist Insolvenz-Spitzenreiter in Deutschland: Für das erste Halbjahr 2026 erwartet die Auskunftei Creditreform 3.290 Firmenpleiten im Land, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Stand seit 2016.

Dietmar Brockes

Dietmar Brockes 

Dazu erklärt Dietmar Brockes, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Diese Zahlen sind ein lauter Weckruf für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen. Besonders Bauwirtschaft und Mittelstand stehen unter enormem Druck, ächzen unter Bürokratielast und hohen Kosten. Arbeits- und Ausbildungsplätze, Wertschöpfung und Zukunftschancen sind in Gefahr. Mit diesem Höchststand zeigen sich jetzt drastisch die Folgen von vier Jahren schwarz-grüner Ankündigungspolitik ohne Umsetzung.

Wir Freie Demokraten setzen uns für eine starke Wirtschaft ein. Wir wollen Verfahren radikal beschleunigen, die Grunderwerbsteuer senken und mehr günstigen Strom ermöglichen – durch mehr Angebot, schnelleren Netzausbau und weniger staatliche Belastungen. Wer in NRW eine Werkstatt erweitern, eine Lagerhalle bauen oder eine Solaranlage aufs Firmendach setzen will, darf nicht im Papierdschungel stecken bleiben.

Deshalb braucht es einen Bürokratie-TÜV für jedes neue Gesetz und eine echte Genehmigungsfiktion: Wenn eine Behörde innerhalb einer klaren Frist nicht entscheidet, gilt der Antrag grundsätzlich als genehmigt. Schwarz-Grün sollte jetzt endlich von der Ankündigung in die Umsetzung kommen. NRW muss vom Insolvenz-Brennpunkt wieder zum Chancenland für Gründer, Handwerk, Industrie und Dienstleister werden.“