Brockes (FDP): Pauschales Mountainbike-Verbot im Wald hilft nicht weiter

Der Umweltausschuss des Landtags hat am heutigen Dienstag über die geplante Novelle des Landesforstgesetzes beraten, die unter anderem Einschränkungen für das Radfahren im Wald vorsieht.

Dietmar Brockes

Dietmar Brockes

Dazu erklärt Dietmar Brockes, umweltpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„In der heutigen Sitzung des Umweltausschusses erklärten die Ministerin und ihr Haus zwar, dass Radfahren auf Wegen erlaubt bleibe und die Beschränkung auf ‚Fahrwege‘ missverständlich ist, man aber trotzdem nach einer Formulierung suche, um das Radfahren im Wald einzuschränken. Wie die Regelung am Ende konkret aussehen und was sie regeln soll, bleibt aber weiter offen. Damit steht ein pauschales de-facto-Verbot des Mountainbikens im Wald weiter im Raum.

Klar ist: Illegales Anlegen von Trails, Querfeldeinfahren und Verstöße gegen Eigentumsrechte sind bereits heute verboten. Dafür braucht es kein neues Gesetz. Entscheidend ist vielmehr die Frage der Kontrolle – hierzu bleibt die Landesregierung aber jede Antwort schuldig. So entsteht der Eindruck: Nach außen wird beschwichtigt, während tatsächlich Einschränkungen vorbereitet werden. Das schafft weder Transparenz noch Akzeptanz. Leidtragende sind die vielen Menschen, die den Wald zur Erholung nutzen. Wir Freie Demokraten stehen für ein Miteinander aller Nutzergruppen. Pauschale Einschränkungen für Mountainbiker helfen nicht weiter und sind kaum kontrollierbar. Nordrhein-Westfalens Wälder brauchen ausgewogene und praxistaugliche Regeln, die Eigentum, Naturschutz und Erholung in Einklang bringen.“