Brockes (FDP): Wiedervernässung von Mooren muss sich wirtschaftlich lohnen

Für die FDP-Landtagsfraktion NRW ist klar: Die Wiedervernässung von Mooren geht nur gemeinsam mit den Flächeneigentümern und der Landwirtschaft, nicht gegen sie.

Dietmar Brockes

Dietmar Brockes

Dietmar Brockes, Sprecher für Umwelt und Landwirtschaft der FDP-Landtagsfraktion NRW, sagte der Rheinischen Post:

„Minister Krischer hat zur Wiedervernässung von Mooren in Nordrhein-Westfalen bislang viel Papier produziert, aber wenig konkrete Erfolge vorzuweisen. Die Wiedervernässung von Mooren ist ein wichtiger Beitrag zum Natur- und Umweltschutz, betrifft gleichzeitig aber auch Eigentumsrechte und die wirtschaftliche Nutzbarkeit dieser Flächen, etwa durch die Landwirtschaft.

Möglichst viel Renaturierung gelingt nicht mit der ordnungsrechtlichen Brechstange, sondern indem sie sich wirtschaftlich lohnt. Wir brauchen marktwirtschaftliche Anreize, die die Wiedervernässung für die Eigentümer wirklich attraktiv machen. Dazu gehören zum Beispiel bessere Rahmenbedingungen beim Verkauf von CO2-Zertifikaten für die im Moor gebundenen Treibhausgase. Statt hierfür erst aufwändig eigene Strukturen aufzubauen, könnte Nordrhein-Westfalen prüfen, ob ein Beitritt zu den Programmen der Moor-reicheren nördlichen Bundesländer möglich ist.“

Medienbericht