FDP-Landeschef Höne: Bürgerversicherung würde Gesundheitsversorgung für alle Menschen schlechter machen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat das bewährte duale System von gesetzlicher und privater Krankenversicherung in Frage gestellt, die SPD fordert nun erneut eine sogenannte Bürgerversicherung. FDP-Landeschef Henning Höne kritisiert die Vorstöße scharf.

FDP-Landeschef Henning Höne

FDP-Landeschef Henning Höne

Henning Höne, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion und der Freien Demokraten NRW, machte deutlich:

„Als erste inhaltliche Reaktion unter Druck stellt Friedrich Merz das Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung in Frage. Die Antwort auf ein strukturell nicht funktionierendes gesetzliches System darf nicht sein, alle in dieses System zu zwingen. Die GKV muss von der PKV lernen, nicht die PKV so werden wie die GKV. Der sozialdemokratische Traum von der Bürgerversicherung würde die Gesundheitsversorgung für alle Menschen in Deutschland schlechter machen.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung steht der fette Staat sich selbst im Weg. Die bürokratischen GKV-Strukturen machen Service und Versorgung für die Versicherten immer schlechter. Gerade wenn man ein Ungerechtigkeitsgefühl im System sieht, darf doch das Ziel nicht eine gleich schlechte, sondern es muss eine möglichst gute Versorgung für jeden sein.

Wir brauchen nicht über 90 Kassen, zwischen denen es faktisch keinen Wettbewerb gibt. Wir wollen echten Wettbewerb zwischen den Gesetzlichen Krankenkassen zulassen, damit jeder die für ihn persönlich beste Kasse und den passenden Tarif wählen kann. So werden wir auf Dauer weniger Kassen haben, die die Menschen aber besser versorgen.“

Medienbericht