Gebauer (FDP): Filmfestspiele dürfen nicht missbraucht werden

Die Berlinale ist am Wochenende mit einem Eklat zu Ende gegangen. Nachdem der für das beste Spielfilmdebüt ausgezeichnete Regisseur Abdallah Alkhatib die Bundesregierung in seiner Dankesrede als „Partner des Völkermordes in Gaza“ bezeichnete, verließ Bundesumweltminister Carsten Schneider die Veranstaltung.

Yvonne Gebauer

Yvonne Gebauer

Dazu erklärt Yvonne Gebauer, kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Ich bedauere sehr, dass die ohnehin von teils heftigen Diskussionen begleitete Berlinale nun noch von einem weiteren Zwischenfall überschattet wurde. Natürlich ist Kultur nie unpolitisch – wenn aber der deutschen Bundesregierung vorgeworfen wird, Partner eines von Israel begangenen ‚Völkermords im Gazastreifen‘ zu sein, ist aus meiner Sicht das Maß überschritten. Die Internationalen Filmfestspiele Berlin dürfen nicht für antisemitische Propaganda missbraucht werden.

Wer gegen Israel hetzt und das Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 mit keiner Silbe erwähnt, dem geht es nicht um Dialog oder Frieden in Gaza. Ich halte es mit dem Extremismus-Experten Ahmad Mansour, der die vermeintlich politische Rede als Einschüchterung einstufte. Wer so agiert, tritt den interkulturellen Charakter der Berlinale mit Füßen und stellt sein eigenes filmisches Schaffen in den Schatten.“