Gebauer (FDP): Kita-Sozialindex folgt unserem Vorbild

Der neue Kita-Sozialindex folgt dem Konzept des schulscharfen Sozialindex, den die damalige schwarz-gelbe Landesregierung unter Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer zum Schuljahr 2021/22 eingeführt hat. Entscheidend ist nun, dass aus der Erhebung konkrete und ausreichend finanzierte Unterstützung für die Einrichtungen folgt.

Yvonne Gebauer

Yvonne Gebauer

Dazu erklärt Yvonne Gebauer, Sprecherin für Familie, Kinder und Jugend der FDP-Landtagsfraktion NRW:

„Mit dem schulscharfen Sozialindex haben wir in meiner Amtszeit als Schul- und Bildungsministerin die Blaupause geschaffen, um Ressourcen nach den tatsächlichen Herausforderungen vor Ort zu verteilen. Dass dieses Konzept jetzt auf die Kitas übertragen wird, ist gut. Wer kluge Kinder will, muss für faire Startchancen sorgen – und die beginnen lange vor der Einschulung. Deshalb begrüßen wir den Kita-Sozialindex.

Ein Index allein verbessert aber noch keine Bildungschancen. Mehr als 1.300 Kitas weist er einen hohen Unterstützungsbedarf zu. Ab August 2027 sollen jedoch nur bis zu 150 Chancen-Kitas zusätzliche Mittel erhalten. Das sind weniger, als allein in der höchsten Indexstufe liegen. Und selbst diese neun Millionen Euro sind kein zusätzliches Geld, sondern werden aus bestehenden KiBiz-Mitteln umgeschichtet. Mit dem Schulsozialindex haben wir zusätzliche Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte auf den Weg gebracht. Diesen Schritt bleibt Schwarz-Grün schuldig.

Hinzu kommt: Chancen-Kita soll nur werden können, wer bereits PlusKita und Familienzentrum ist. Viele Einrichtungen drohen damit durchs Raster zu fallen. Die Landesregierung muss darlegen, wie sie alle Einrichtungen mit hohem Unterstützungsbedarf erreichen will. Kita-Sozialarbeit ist eine sinnvolle Ergänzung. Sie ersetzt aber weder eine verlässliche Grundfinanzierung noch genügend Fachkräfte oder eine wirksame Sprachförderung.“