Gebauer (FDP): Kultur des Hinsehens statt Mantel des Schweigens
Die Landeskommission zur Etablierung von Standards zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche hat heute ihren Abschlussbericht an den Landtag übergeben. Darin formuliert sie zentrale Empfehlungen, um die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt zu stärken und Betroffene besser zu unterstützen.
Yvonne Gebauer
Dazu erklärt Yvonne Gebauer, Sprecherin für Familie, Kinder und Jugend sowie Sprecherin in der Kinderschutzkommission der FDP-Landtagsfraktion NRW:
„Ich danke den Kommissionsmitgliedern ausdrücklich für ihre akribische und wichtige Arbeit in den vergangenen Jahren. Kinderschutz ist eine der zentralen Aufgaben von Politik und Gesellschaft. Insofern stellen die im Abschlussbericht aufgestellten Forderungen eine wichtige Grundlage dar, die nun in zielgerichtete Maßnahmen zum Schutz unserer Kinder und Jugendlichen übersetzt werden muss. Dabei muss es neben der Prävention auch um die Begleitung und Unterstützung von Betroffenen gehen. Außerdem brauchen wir eine Kultur des Hinsehens und Handelns statt eines Mantels des Schweigens.
Wo Institutionen versagt haben, müssen Strukturen verändert und Fehler konsequent aufgearbeitet werden. Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, dass wir hinschauen und alles dafür tun, damit ihnen sexualisierte Gewalt und die damit verbundenen Folgen erspart bleiben. Kinderschutz ist eine immerwährende und gesamtgesellschaftliche Aufgabe, weil die Gefahr jederzeit und überall – auch in der eigenen Familie – lauern kann.“