Hafke (FDP): Junge Polizisten brauchen gestandene Kollegen an ihrer Seite

Die Streifenpolizistinnen und -polizisten in Nordrhein-Westfalen werden immer jünger. Die FDP-Landtagsfraktion NRW fordert daher, neben der Nachwuchsgewinnung auch die Haltequote stärker in den Blick zu nehmen.

Marcel Hafke

Marcel Hafke

Marcel Hafke, innenpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW, sagte dem Kölner Stadt-Anzeiger:

„Der Befund ist das Ergebnis jahrelanger Fehlplanung vor der schwarz-gelben Regierungszeit. Unter unserer Regierungsbeteiligung wurde zwar viel neueingestellt, aber Erfahrung wächst nicht auf Knopfdruck. Junge, engagierte Polizistinnen und Polizisten auf unseren Straßen brauchen gestandene Kollegen an ihrer Seite – denn diesen Job lernt man nicht nur im Hörsaal, sondern vor allem in der Praxis. Deshalb haben wir uns schon vor Jahren für eine stärkere Unterstützung für Tutoren, auch durch entsprechende Zulagen, stark gemacht.

Gleichzeitig müssen wir ehrlich darüber sprechen, warum erfahrene Kräfte dem Dienst verloren gehen. Und auch längst nicht alle, die ausgebildet werden, treten den Dienst überhaupt an. Aufgehäufte Überstunden, die einfach verfallen, oder bürokratische Belastungen wie das Landesantidiskriminierungsgesetz treiben genau die Leute raus, die man dringend braucht. Innenminister Reul ist deshalb gefordert, beides ernst zu nehmen: die Nachwuchsgewinnung und die Haltequote.“

Medienbericht