Kulturfrühstück in Krefeld: Kultur in der Natur

Die Rolle von Kunst im öffentlichen Raum stand im Mittelpunkt des Kulturfrühstücks der FDP-Landtagsfraktion NRW in Krefeld.

Yvonne Gebauer

Ihre besondere Wirkung entsteht durch die Verbindung von Kultur mit Landschaft und Natur. Sie erreicht Menschen niedrigschwellig und oftmals jenseits klassischer Kulturorte. Darüber diskutierte Yvonne Gebauer, kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW, mit Christian Koch, Leiter des Skulpturenparks Waldfrieden, Dr. Katharine Leiska, Kulturbeauftragte der Stadt Krefeld, und Bildhauer Wilhelm Mundt.

Dabei wurde deutlich, dass Kunst im öffentlichen Raum ein breites Wirkungsspektrum haben kann. Projekte können Publikumsmagneten sein, zugleich aber auch Diskussionen anstoßen oder neue Perspektiven eröffnen. Gerade diese Verbindung macht Kultur in der Natur zu einem wichtigen Impulsgeber für kulturelle Bildung und gesellschaftlichen Austausch. „Kunstwerke im Außenbereich dienen vielerorts als außerschulische Lernorte, an denen kulturelle Bildung für Jung und Alt vermittelt wird und sich alle Sinne spielerisch schulen lassen“, betonte Yvonne Gebauer. 

Der Bildhauer Wilhelm Mundt gab interessante Einblicke in seine Arbeit und hielt mit Blick auf einzuhaltende Vorgaben fest, dass die Skulpturenplanung für den öffentlichen Raum den künstlerischen Prozess beeinflusse. Diskutiert wurde ferner, inwiefern Kunst im Außenraum Städte im Transformationsprozess unterstützen kann. Im Zusammenspiel von Politik, Kommunen und Eigentümern können neue Räume für Kunst entstehen, die öffentliche Orte beleben und kulturelle Angebote sichtbarer machen.

Die Runde stimmte darin überein, dass sich Nordrhein-Westfalen glücklich schätzen kann, über zahlreiche Kunstorte unter freiem Himmel wie den Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal oder den Skulpturenpark in Köln zu verfügen. Sie zeigen, welches Potenzial Kultur in der Natur für Menschen, Städte und kulturelle Bildung entfalten kann.