Mehr unternehmerische Freiheit: FDP fordert steuerfreie Risikoausgleichsrücklage für Landwirte
Die FDP-Landtagsfraktion NRW fordert die Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage, um landwirtschaftlichen Betrieben eine bessere betriebliche Vorsorge zu ermöglichen. Ein entsprechender Antrag der Freien Demokraten wird in der kommenden Woche im NRW-Landtag beraten.
Dietmar Brockes
Dazu erklärt Dietmar Brockes, landwirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW:
„Landwirte sind Unternehmer. Sie tragen Verantwortung für ihre Betriebe, investieren langfristig und müssen mit Wetter- und Marktrisiken umgehen. Wer in guten Jahren wirtschaftlich erfolgreich ist, sollte die Möglichkeit haben, Rücklagen für schwierige Zeiten zu bilden, ohne dafür steuerlich bestraft zu werden. Eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage würde dafür sorgen, Einkommensschwankungen zwischen guten und schlechten Jahren auszugleichen und die Liquidität der Betriebe zu sichern. Dadurch können Landwirte Ertragsausfälle, Wetterextreme oder Marktverwerfungen besser aus eigener Kraft bewältigen. Denn starke Betriebe entstehen nicht durch immer neue Hilfsprogramme, sondern durch verlässliche Rahmenbedingungen. Wer vorsorgen kann, ist in Krisenzeiten weniger abhängig von staatlichen Soforthilfen und politischen Sondermaßnahmen.
Wir Freie Demokraten fordern, dass sich die NRW-Landesregierung auf Bundesebene für die Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage einsetzt, die unbürokratisch und praxistauglich ausgestaltet ist. Die Risikoausgleichsrücklage soll insbesondere auch kleinen und mittleren Familienbetrieben in der Landwirtschaft offenstehen und mit weiteren marktwirtschaftlichen Instrumenten wie Mehrgefahrenversicherungen kombiniert werden können. Wir sind überzeugt: Eine moderne Agrarpolitik stärkt die unternehmerische Handlungsfähigkeit unserer heimischen Landwirtschaft. Statt Landwirte zu Bittstellern staatlicher Hilfsprogramme zu machen, müssen Eigeninitiative, Eigenkapitalbildung und langfristige Vorsorge gefördert werden. Dafür brauchen wir die richtigen politischen Rahmenbedingungen: Eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage kann hierfür ein wichtiger Baustein sein.“